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Erkältung: Ansteckungsgefahr bei Karneval besonders hoch

Achtung, höchste Ansteckungsgefahr!
Küsschen hier, Küsschen da: An den Karnevalstagen ist die Ansteckungsgefahr besonders groß. © dpa, Julian Stratenschulte

Tipps gegen Erkältung im Karneval

Alaaf!!! – Helauu!!! Millionen Karnevalsbegeisterte zeigen auf der Straße, in Kneipen und Festsälen alle Anzeichen von 'Narrenfieber'. Aber außer Konfetti und Kamelle fliegen eben auch massenhaft Erkältungsviren durch die Luft. Und beim Schunkeln und Bützen – das sind die nicht nur im Rheinland freigiebig verteilten Küsschen – werden die kleinen Krankmacher dann direkt von Körper zu Körper weitergegeben.

Wie kann man sich davor schützen, an Karneval wirklich zu fiebern – aber mit Husten und Halsschmerzen allein im Bett?! Auch für die "fünfte Jahreszeit" helfen Vorbeugen und – wenigstens ein kleines bisschen – Vernunft. Vier Tipps für unbeschwerte Feierlaune:

1. "Eijentlisch alles janz normaal…"

Das Immunsystem braucht Unterstützung: Wenig Schlaf, hoher Alkoholkonsum und ungesundes Essen sind während der tollen Tage weit verbreitet, schwächen aber die körpereigenen Abwehrkräfte. Also sind zwischendurch Ausschlafen, reichlich gesunde Getränke und gelegentlich vollwertige Nahrung die beste Basis für ausdauernde Fitness – auch zu Karneval.

2. "Zieht euch warm an…"

Ein knappes, leichtes Kostüm mag zwar heiß aussehen, führt aber im Straßenkarneval garantiert zur Auskühlung des Körpers. Doch wenn die Füße und insbesondere die Schleimhäute in Hals und Nase erst einmal richtig kalt werden, haben Erkältungsviren leichtes Spiel. Also hierzulande lieber als Bugs-Bunny im kuschligen Plüsch-Overall feiern und das scharfe Playboy-Bunny dem Karneval in Rio überlassen.

"Die Wissenschaft hat festgestellt..."

3. "Lieber im Freien schunkeln als drinnen im Dunkeln…"

Nicht nur beim Rosenmontagszug, sondern bei möglichst vielen Gelegenheiten lieber draußen an der frischen Luft feiern als in Kneipen oder Sitzungssälen. In überfüllten Räumen werden Viren wesentlich schneller übertragen. Und die meist schlechte Belüftung steuert ihren Teil zum Erkältungsrisiko bei.

4. "Händewaschen nicht vergessen!"

So oft wie möglich die Hände waschen, denn die Erkältungsviren (und übrigens auch andere Krankheitserreger) lauern geduldig überall und überleben stundenlang. Dank Schmierinfektion durch Anfassen von Türgriffen, Gläsern und Flaschen steigt in den jecken Tagen das Infektionsrisiko stark an – vom übermütigen "Trink-doch-eene-mit" aus fremden Gläsern oder Flaschen ganz zu schweigen…

Und zum närrischen Schluss noch ein 5. Punkt: "Die Wissenschaft hat festgestellt…" dass leider die weitverbreitete Annahme nicht stimmt, dass klares Frostwetter die Ansteckungsgefahr mindern würde. Ganz im Gegenteil – Viren mögen es trocken, und je kälter desto trockener ist die Luft und also auch unsere Mund- und Nasenschleimhaut: Mäßiges, aber regelmäßiges inneres Befeuchten ist demnach gerade jetzt empfehlenswert!

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