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Ergonomie am Arbeitsplatz beugt Rückenschmerzen vor

Was tun bei Rückenschmerzen im Büro?
Was tun bei Rückenschmerzen im Büro? Prof. Ingo Froböse hilft! 00:03:09
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So sitzen Sie im Büro richtig

Bürostuhl, Schreibtisch, Monitor und Licht richtig einzustellen, ist keine Zauberei. Testen Sie selbst, ob Ihr Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet ist. Denn nur so können Sie Haltungsschäden vermeiden.

Achten Sie auf die Ergonomie am Arbeitsplatz!
Ergonomie verhindert Fehlhaltungen am Arbeitsplatz. © goodluz - Fotolia

Sind Stuhl und Schreibtisch optimal eingestellt? Setzen Sie sich wie gewohnt an Ihren Arbeitsplatz. Hängen die Oberarme locker herab? Liegen die Unterarme waagerecht zur Tastatur und bilden dabei Ober- und Unterarme einen rechten Winkel?

Wenn nicht, müssen die Höhe des Stuhles oder des Schreibtisches verstellt werden. Überprüfen Sie nun die Beinhaltung: Auch Ober- und Unterschenkel sollten einen 90-Grad-Winkel bilden, beide Fußsohlen sollten flach auf den Boden gestellt werden können.

Ist der Monitor weit genug entfernt? Setzen Sie sich an Ihren Arbeitsplatz wie gewohnt und lehnen sich dann an die Rückenlehne. Nun strecken Sie die Arme nach vorne aus. Berühren gerade die Fingerspitzen den Monitor, oder ist er noch weiter von Ihrer Hand entfernt, ist der Abstand zwischen Augen und Bildschirm optimal. Der Abstand sollte zwischen 45 und 80 Zentimeter betragen.

Achten Sie darauf, dass auch die Tastatur und Unterlagen den gleichen Abstand zu Ihren Augen haben wie der Monitor. Nur so können Augen und Nackenmuskulatur dauerhaft entlastet und Rückenschmerzen vorgebeugt werden. Der Monitor sollte so eingestellt werden, dass Ihr Kopf beim Schauen auf die Mitte des Bildschirms leicht nach unten zeigt. Die oberste Zeile auf dem Bildschirm sollte nicht über Augenhöhe liegen.

Zur Ergonomie am Arbeitsplatz gehört auch die optimale Einstellung der Lichtquelle

Hat die Tastatur die richtige Höhe? Wenn man die Tastaturfüße einklappt, sollte die mittlere Tastenreihe nicht höher als drei Zentimeter sein. Ist dies dennoch der Fall und lässt sich nicht beheben, kann man eine weiche Handballenauflage benutzen, um den Schulter- und Nackenbereich dennoch zu entspannen.

Ist das Licht optimal? Beim Arbeiten am PC vollbringen die Augen Schwerstarbeit. Sie müssen sich nämlich bis zu 17.000 mal am Tag auf den Wechsel von hell zu dunkel einstellen. Dies passiert zum Beispiel, wenn man gleichzeitig aus dem hellen Fenster und auf den dunklen Bildschirm schaut. Durch die dann entstehenden Lichtreflexe wird man geblendet, und man versucht, dem Licht auszuweichen.

Dadurch entstehen oft Zwangshaltungen, die dann zu Nackenschmerzen und Verspannungen führen. Deshalb sollte man folgende Tipps beachten: Der Monitor sollte so stehen, dass die Blickrichtung parallel zum Fenster verläuft, statt direkt darauf. Wenn möglich, sollte der Computer nicht direkt am Fenster stehen. Ist dies nicht anders möglich, bitten Sie um einen Blendschutz.

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