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Energy-Drinks: Lebensgefahr aus der Dose

Energy-Drinks erwecken die Lebensgeister – aber nur für kurze Zeit. Wenn die gesundheitsschädigenden Zusatzstoffe richtig zuschlagen, geht es rapide bergab: Herzrasen, Krampf- und Schlaganfälle können folgen. Ärzte warnen daher ausdrücklich vor Energy-Drinks.

Schuld sind Unmengen an Koffein (160 mg pro Dose), Zucker (zehn bis zwölf Stücke Würfelzucker pro Dose) sowie die wirkungsverstärkenden Inhaltsstoffe Taurin (1.000 mg) und Inosit.

Im Vergleich: Eine Flasche Cola enthält 80 Milligramm Koffein, in einer Flasche Limonade stecken 100 Milligramm, in einer Dose Energy-Drink sogar 160 Milligramm Koffein, so viel wie in sechs Gläsern Cola. Das ist der in Deutschland zulässige Höchstwert. Und genau darin liegt die Gefahr: Denn Koffein ist nicht einfach nur ein Aufputschmittel. Gefährlich wird es für Kinder bereits ab 400 Milligramm Koffein, also bei etwas mehr als zwei Dosen. Auf den erhöhten Koffeingehalt müssen Hersteller hinweisen – eine Altersbeschränkung gibt es aber nicht.

In Kombination mit den Zusatzstoffen Taurin und Inosit wird die aufputschende Wirkung noch verstärkt. Die Riesenmenge Zucker befördert den ganzen Gift-Cocktail dann blitzschnell ins Blut. Und das geht aufs Herz. Die durch regelmäßigen Konsum entstehenden Zahnschäden sind dabei noch das kleinere Übel.

Wenn Sie nicht auf den 'Genuss' verzichten wollen, gilt auch bei Energy-Drinks: Übertreiben Sie es nicht!

Grundsätzlich sollten Sie jedoch diese Tipps beherzigen:

1. Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder das Zeug nicht trinken. Aufgrund ihres geringen Körpergewichts breiten sich die Wirkstoffe besonders schnell aus.

2. Trinken Sie die Drinks nichts als Durstlöscher.

3. Beim Sport sollten Sie die Finger ganz davon lassen, denn im Extremfall droht ein Kreislaufzusammenbruch.

4. Mischen Sie Energy-Drinks auf keinen Fall mit Alkohol: Die aufputschende Wirkung täuscht Nüchternheit vor.

5. Für Schwangere sind die Getränke wegen des erhöhten Koffeingehalts sowieso tabu.

Gesündere Alternative: Trinken Sie doch lieber ein Tässchen Espresso – so haben Sie Zucker und Koffein auf jeden Fall unter Kontrolle.

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