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Energiesparlampen: Quecksilber macht Lampen gefährlich

Quecksilber macht Energiesparlampen gefährlich
© picture-alliance/ dpa, PA Chris Ison

Verbraucherschützer fordern die Glühbirne zurück

Bereits seit 2009 werden die altbewährten Glühbirnen nach und nach aus dem Verkehr gezogen und durch Energiesparlampen ersetzt. Jetzt meldet sich das Umweltbundesamt (UBA) mit der Hiobs-Botschaft und handfesten Beweisen: Energiesparlampen gefährden die Gesundheit.

Und zwar durch das darin enthaltene hochgiftige Quecksilber. Wenn eine Energiesparlampe zerbricht, verteilt sich Quecksilber in der Raumluft. Das ergaben Tests des UBA mit energiesparenden Lampen. Die Belastung durch das Schwermetall beim Zerbrechen einer warmen Lampe lag um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm pro Kubikmeter für Innenräume. Kalte Leuchten belasten die Umwelt sogar noch stärker mit entweichendem Quecksilberdampf. Besonders Kinder und Schwangere sind gefährdet, wenn eine Energiesparlampe auf dem Boden zu Bruch geht: Das Quecksilber hält sich bis zu einem Meter Höhe und bis zu 5 Stunden in der Luft.

Nun fordern Verbraucherschützer die Glühbirne zurück. Zumindest solange, bis die Energiesparlampe keine Gesundheitsrisiko mehr darstellt. Bereits entstandene Kosten für entsprechende Lampen sollen darüberhinaus von Herstellern und Händlern erstattet werden.

Der Hersteller Megaman verwendet für seine Energiesparlampen bereits seit 2008 Amalgame statt Flüssigquecksilber. Diese Quecksilber-Amalgame sind feste Metallverbindungen, die das flüssige Quecksilber ersetzen. Die Sicherheit beim Transport oder Zerbrechen der Energiesparlampen wird dadurch erhöht. Geht eine warme Energiesparlampe mit Amalgam kaputt, ist die Quecksilber-Konzentration 10 Mal geringer als bei einem der gängigen Flüssigquecksilber-Modelle. Bei einer kalten Lampe ist es sogar 100 Mal weniger Quecksilberdampf, der entweicht.

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