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Emoji-Fieber auf neuem Höhepunkt

Nur mit Emojis kommunizieren - geht das?
Nur mit Emojis kommunizieren - geht das? Lustige Bilder statt vieler Worte 00:02:10
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Tennis-Star twittert Hochzeit in Emojis

Andy Murray twitterte seinen Hochzeitstag in Emojis und sorgte damit im Internet für große Begeisterung. Aber warum finden wir die kleinen Symbole so toll - und versteht man auch immer, was gemeint ist?

Andy Murray twitterte seinen Hochzeitstag in Emojis
Fehlten Andy Murray vor lauter Aufregung die Worte, als er Kim Sears heiratete?

Als der große Tag des Tennisprofis und seiner langjährigen Lebensgefährtin Kim Sears anbrach, fehlten ihm wohl einfach die Worte. Oder aber er wusste, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte. In diesem Fall bestand das Bild aus 51 kleinen Emojis in einem Twitter-Eintrag.

Emojis sind kleine Bilder, mit denen wir in Nachrichten Gefühle oder Bewegungen ausdrücken können. Und Andy Murray beschrieb damit seinen Hochzeitstag. Vom Wetter über die Vorbereitung, die Trauung und die Feier (inklusive Essen und einer Menge Getränke versteht sich) bis zur Hochzeitsnacht. Was er mit diesen 51 Emojis in seiner Twitter-Nachricht ausdrückte, hätte er wohl in tausenden von Worten nicht fertig gebracht. Mit dieser emotionalen Message begeisterte er nicht nur seine Follower, sondern jeden, der davon Wind bekam.

Warum finden wir die kleinen Männchen und Symbole so mitreißend? Die Antwort darauf ist recht einfach: Sie verbreiten gute Laune und machen unsere Kommunikation verständlicher. In Zeiten der digitalen Welt kommt es schnell zu Missverständnissen. In E-Mails sprechen viele Menschen aneinander vorbei, weil Witz und Ironie vom Empfänger nicht erkannt werden und Unterhaltungen in sozialen Netzwerken neigen leicht zur Härte.

Die Kommunikation im Netz ohne Emoticons reißt ein emotionales Schwarzes Loch auf, wirkt schnell uncharmant und kalt. Auch gängige Abkürzungen wie "lol" (laughing out loud) brachten keine Besserung.

Denn Tatsache ist: Unsere Sprache setzt sich nicht bloß aus unseren Worten, sondern aus unserem Tonfall, der Mimik und Gestik, unserer Körperhaltung und vielen weiteren Faktoren zusammen. Die Kommunikation ist wie ein Puzzle, das mit fehlenden Teilen einfach nie vollständig wird. Das Gesamtbild entscheidet, wie wir wahrgenommen und verstanden werden.

Dieses Problem ist dank der Emojis gelöst. Durch sie können wir Sarkasmus andeuten, Empörung oder einfach zeigen, was wir gerade machen. Auch Gratulationen zum Geburtstag oder Neujahrsgrüße werden gerne nur noch in Bildern verschickt. Sie sind aber auch einfach zu niedlich, die kleinen Partyhütchen, Kleeblätter und lachenden Gesichter. Und wen freut es nicht, wenn er statt eines einfachen "Ich liebe dich" gleich noch einen Kuss-Smiley dazu bekommt? Wir sagen Daumen hoch für diese großartige Erfindung.

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