Embryonen vertauscht: Schwanger mit fremden Babys!

Folgenschwere Panne bei künstlicher Befruchtung

Endlich schwanger, endlich ein eigenes Kind: Aber passiert, wenn man dann erfährt, dass man gar nicht sein eigenes Baby erwartet? Bei der künstlichen Befruchtung einer Frau in Rom wurde dieser Albtraum offenbar Wirklichkeit, berichtet die italienische Tageszeitung 'La Stampa'. Nach dem Eingriff stellte sich nämlich heraus, dass die Frau mit Kindern schwanger ist, die gar nicht ihre eigenen sind. Die eingepflanzten Embryonen wurden offenbar vertauscht und die Zwillinge in ihrem Bauch gehören einem anderen Paar. Doch wie kann so ein schrecklicher Fehler überhaupt passieren und was bedeutet das jetzt für die werdende Mutter?

Fehler bei künstlicher Befruchtung: Schwanger mit fremden Babys
Schwanger mit den Zwillingen eines fremden Paares

Nur zufällig erfährt die im dritten Monat schwangere Frau bei einer Untersuchung, dass sie mit Zwillingen schwanger ist, die nicht von ihr und von ihrem Mann stammen. Schuld daran ist ein Irrtum in der Fruchtbarkeitsklinik in Rom. Die Embryonen von zwei Paaren wurden versehentlich vertauscht und eingepflanzt. Während bei einer der beiden Frauen die Befruchtung fehlschlug, ist die andere jetzt im fünften Monat mit fremden Zwillingen schwanger.

Für eine werdende Mutter ist diese Situation äußerst schwierig. Trotz anfänglicher Freude über ihre Schwangerschaft muss sie sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass es nicht ihr leibliches Kind ist, das sie austrägt. Sie muss für sich selbst entscheiden, ob sie das Kind behalten möchte oder eine Abtreibung vorzieht. Zudem kann derartiger Stress Belastungsstörungen zur Folge haben.

Damit sich so etwas nicht wiederholt, soll nun eine Experten-Kommission klären, ob sämtliche Vorschriften zur künstlichen Befruchtung eingehalten worden seien, so 'La Stampa'. In der Klinik wurden die künstlichen Befruchtungen jetzt vorübergehend gestoppt - bis klar ist, ob es sich bei der Verwechslung um einen Einzelfall handelt, oder ob vielleicht sogar noch mehr Paare betroffen sind.

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