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'Elterngeld Plus': So funktioniert es

Das neue 'Elterngeld Plus': So funktioniert
Mit dem neuen Elterngeld plus soll der Wiedereinstieg in den Job soll erleichtert werden. © dpa, Andreas Gebert

Teilzeit in der Elternzeit

In Deutschland muss die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden – da sind sich zumindest die meisten berufstätigen Eltern einig. Diese Forderung ist nun offenbar auch in der Politik angekommen. Ab Juli 2015 soll es das neue 'Elterngeld Plus' geben, mit dem die Elternzeit viel flexibler werden soll. Außerdem werden Väter mehr mit einbezogen.

Mit dem 'Elterngeld Plus' können Paare den Bezug auf bis zu 28 Monate verlängern, dabei wird die Summe halbiert. Das ist zwar auch derzeit möglich. Neu ist aber, dass es sich dann lohnt, zusätzlich in Teilzeit zu arbeiten. Denn Teilzeitarbeit ist bislang finanziell von Nachteil: Wer bis zu 30 Wochenstunden arbeitet, bekommt Abzüge beim Elterngeld. Grund: Bislang wurde bei einer Teilzeittätigkeit der entgangene Lohn als Berechnungsgrundlage für das Elterngeld genommen, künftig soll der volle Lohn in die Berechnung einfließen.

Mit dem 'Elterngeld Plus' erhalten am Ende beide in Teilzeit arbeitenden Eltern genauso viel Elterngeld wie Eltern, die während des bisherigen Bezugszeitraums gar nicht arbeiten. Der Partnerschaftsbonus kommt ergänzend hinzu: Er besteht aus vier zusätzlichen Monaten, in denen die Aufgabenteilung in der Familie partnerschaftlich organisiert werden kann.

Der Wiedereinstieg in den Job soll erleichtert werden

Ein Rechenbeispiel: Wenn das Netto-Einkommen vor Geburt des Kindes 2.000 Euro beträgt, gibt es bisher 65 Prozent dieser Summe als Elterngeld für Vater oder Mutter, das sind 1.300 Euro monatlich für bis zu 14 Monate. Mit dem 'Elterngeld Plus' können alternativ bei einem Netto-Teilzeiteinkommen von 900 Euro über 24 Monate lang 650 Euro monatlich bezogen werden.

Hinzu kommt eine Option auf vier weitere Monate, wenn Vater und Mutter für mindestens vier aufeinanderfolgende Monate gleichzeitig 25 bis 30 Stunden pro Woche erwerbstätig sind. Beim regulären Elterngeld gibt es für maximal 14 Monate - je nach Höhe des vorherigen Nettoverdienstes - zwischen 300 und 1.800 Euro monatlich.

Sinn der Reform ist, dass Eltern mit einem Teilzeitjob länger Elterngeld beziehen können und so mehr Zeit für ihr Kind haben. Zudem wird Eltern durch die Möglichkeit der Teilzeitarbeit der Wiedereinstieg in den Beruf leichter gemacht.

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