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Elf Welpen lebendig begraben – drei von ihnen kämpfen ums Überleben

Welpen lebendig begraben
Welpen lebendig begraben 00:00:30
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Unfassbar: Die frisch geborenen Hundebabys wurden einfach im Wald verscharrt

Nur noch drei der elf gefundenen Welpen kämpfen ums Überleben - acht Hunde sind tot. Ein Pilzsammler fand die frisch geborenen Hundewelpen im Wald bei Fürstenfeld in Österreich. Sie wurden einfach lebendig begraben. Wie die Tierschützer jetzt mit Rotlichtwärme, künstlicher Muttermilch und ganz viel Liebe versuchten, die erst wenige Tage alten Babys aufzupäppeln, können Sie sich im Video ansehen.

Pilzsammler findet die verscharrten Hundewelpen

Es ist Freitag 5.30 Uhr, als ein Pilzsammler die elf kleinen Fellknäuel in einem Erdloch im Wald bei Fürstenfeld in Österreich entdeckt. Sie sind unterkühlt und schwach. Als er bei den Vierbeinern noch Atmung feststellen kann, ist klar: Er muss sofort handeln. Der Pilzsammler bringt die Kleinen zum nächst gelegenen Tierarzt nach Wien.

Leider kommt für mittlerweile acht Welpen jede Hilfe zu spät. Ihre Geschwisterchen kämpfen derzeit noch. Sie werden von der 'Tierhilfe Lisa & Team' versorgt und aufgepäppelt. „Die anderen dürften es aber schaffen. Sie sind kräftig und trinken ordentlich“, sagte Lisa Pitsch, Leiterin der Tierhilfe.

Die überlebenden Hundewelpen sind gesund

Laut einem Tierarzt dürften die Hunde in der Nacht vor ihrer Entdeckung vergraben worden sein. Die überlebenden Welpen wurden auf verschiedene Krankheiten wie Parvovirose, Coronaviren und Giardien getestet. Zum Glück war alles negativ und sie sind soweit gesund.

Das Schlimmste für die Kleinen ist allerdings, dass die Mutter verschwunden ist. Als Versorgerin und wichtiger Bezugspunkt sollten so junge Welpen unbedingt bei ihr sein.

Eine Anzeige wollen die Tierschützer nicht erstatten: „Die ist sinnlos“, meint die Leiterin der Tierhilfe. Sie freue sich aber über Sachspenden und darauf, sie später in gute Hände übergeben zu können.

Warum wurden die Hundewelpen ausgesetzt? Neues Tierschutzgesetz könnte schuld sein

Als Grund für die herzlose Tat sehen die Tierschützer das neue Tierschutzgesetz. Demnach dürfen private Personen ihre Schützlinge nicht mehr im Internet anbieten.

Auch Tierschutzorganisationen benötigen eine Betriebsstätte und ausreichend qualifiziertes Personal, um weiterhin inserieren zu dürfen. Ein Vertragstierarzt muss außerdem innerhalb von 48 Stunden die Gesundheit des Tiers bestätigen.

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