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Elektrosmog: So schützen Sie sich vor der Strahlung

So schützen Sie sich vor Elektrosmog
Mal gilt die Strahlung von Elektrogeräten, Funkantennen und Handys als gefährlich, mal als harmlos. Es gibt aber auch nachgewiesene Gefahren. © dpa, A3512 Roland Weihrauch

Das sind die Gefahren von Elektro-Smog

Immer wieder hören wir von ‚Elektrosmog’. Mal gilt die Strahlung von Elektrogeräten, Funkantennen und Handys als gefährlich, mal wird sie als harmlos dargestellt. Die Wahrheit liegt wohl meist in der Mitte, es gibt aber auch nachgewiesene Gefahren: Besonders für Kinder ist die Strahlenbelastung nicht ohne, aber auch Erwachsene sollten nicht zu leichtfertig damit umgehen. Hier eine Einschätzung der Gefahren nach Strahlungsquellen.

Stromnetz im Haushalt und Elektrogeräte:

Immer wenn Strom durch eine Leitung fließt, entsteht ein Magnetfeld um diese Leitung herum. Das ist der Elektro-Smog. Er ist - vereinfacht ausgedrückt - umso stärker, je stärker der Strom ist und je näher man der Leitung kommt.

Hier gilt: Abstand halten, besonders vom Röhrenfernseher. Möglichst keine Heizdecken verwenden, und fürs Schlafzimmer vom Elektriker einen Netzfreischalter einbauen lassen. Sind keine Elektrogeräte in Betrieb, wird durch diese Vorrichtung der Strom automatisch ganz abgeschaltet. Der Wecker sollte also per Batterie laufen. Vermeiden Sie Kabelsalat in Ihrer Nähe: Die einzelnen Strahlungsquellen addieren sich.

Hochspannnungsleitung? Ziehen Sie um!

WLAN:

Der Router verbindet den Rechner per Funk mit dem Internet. Die Strahlungsmenge ist gering, es wird nur 1 Prozent des Grenzwertes ausgeschöpft. Allerdings warnen Baubiologen davor, weil die Geräte ausgerechnet genau im Bereich der Alphawellen des Gehirns senden sollen. Eine wirkliche Alternative dazu gibt es nicht, weil die Strahlung einer Kabelverbindung noch stärker wäre. Gut ist allerdings, den Router nachts, wenn er nicht gebraucht wird, abzuschalten. Stecker raus!

Schnurlose Telefone:

Das Risiko, das von schnurlosen Telefonen ausgeht ist derzeit sehr umstritten. Kritiker sehen eine erhöhte Krebsgefahr und Gefahr von Hirntumoren bei Vieltelefonierern. Erste Maßnahme: Basisstation nicht im Schlafzimmer oder in der Nähe des Arbeitsplatzes aufstellen. Zweite Maßnahme: Beim Kauf auf ein strahlungsarmes Modell achten. Am besten sind die, die bei aufgelegtem Mobilteil die Strahlung ganz abschalten.

Handys:

Kritiker sehen hier ein Risiko für Alzheimer und Demenz. Auch hier gilt: Beim Kauf auf ein strahlungsarmes Modell achten. Günstig ist es, mit einem Bluetooth-Headset zu telefonieren. Handy nicht ans Bett legen, nicht längere Zeit direkt am Körper tragen.

Bluetooth:

Harmlos! Die Werte sind sehr schwach.

Hochspannungs-Leitungen:

Hoffentlich wohnen Sie nicht unter einer Hochspannungsleitung! Mediziner und das Bundesamt für Strahlungsschutz warnen vor einem erhöhten Alzheimer-Risiko. Das gilt für einen Bereich von 50 Metern um eine Leitung. Sollten Sie unter einer solchen wohnen, hilft nur ausziehen! Das gelegentliche Passieren ist jedoch gefahrlos.

Babyfon:

Die Strahlung durch das Gerät ist eher gering. Problematischer ist der Weichmacher-Anteil in der Kunststoffverkleidung. Babys dürfen auf keinen Fall daran nuckeln!

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