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Elektrische Muskelstimulation EMS: Abnehmen durch Stromstöße?

Stromimpulse reizen Muskeln: Wird Fett verbrannt?

Null Bewegung und trotzdem abnehmen? Kaum zu glauben, aber die Geräte zur elektrischen Muskelstimulation versprechen das. Unsere beiden Testpersonen Melanie Petkovic und Melanie Voges, genannt Mel, haben beide ein wenig zu viel Speck auf den Rippen. Was liegt näher, als einmal die Probe aufs Exempel zu machen?

Melanie ist 1,77 Meter groß, wiegt 91 Kilo und hat einen Körperfettanteil von 41,3 Prozent. Mel ist 1,72 Meter groß und wiegt 94,2 Kilo. Ihr Körperfettanteil liegt bei 45,1 Prozent. Sport ist nicht gerade ihr Ding. Der Sportmediziner Dr. Max Timm, der den Test begleitet, findet: „Es ist bei beiden Testerinnen sicherlich so, dass die Körperzusammensetzung in einem sehr schlechten Bereich ist, der definitiv geändert werden muss. Insofern wird es spannend sein, was sich bei beiden entwickelt.“

Ein günstiges und ein teureres Gerät im Vergleich

Melanie testet ein günstiges EMS-Gerät für 25 Euro aus dem Drogeriemarkt. Mel wird das Gerät einer Sportfirma für stolze 90 Euro ausprobieren. Acht Wochen lang unterziehen sich unsere beiden Testerinnen dem Training auf der Couch. Dann wird erneut gewogen und gemessen.

Melanie hat mit dem günstigen EMS-Gerät nicht ab, sondern sogar 600 Gramm zugenommen. Der Körperfettanteil hat sich allerdings leicht verringert auf 41,1 Prozent. War der Trainingseffekt mit dem teureren EMS-Gerät vielleicht größer? Mel wiegt nach acht Wochen 93,4 Kilo und hat somit 800 Gramm abgenommen, auch ihr Körperfettanteil hat sich verringert und liegt jetzt bei 42,9 Prozent. Immerhin eine kleine Verbesserung.

So richtig überzeugt haben die EMS-Geräte in unserem Test aber nicht. Durch richtigen Sport hätte man in acht Wochen sicher deutlich fitter und schlanker werden können.

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