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Elefant Raju droht nach seiner Befreiung erneut die Gefangenschaft

Elefant Raju: Sein ehemaliger Besitzer will ihn zurück.
Sein ehemaliger Besitzer will Elefant Raju mit allen Mitteln zurück. © Press People / Wildlife SOS

Sein ehemaliger Besitzer kämpft vor Gericht um Raju

Elefant Raju wurde als der "weinende Elefant" bekannt: Nachdem ihn Tierschützer halb verhungert nach 50 Jahren in Ketten aus seiner Knechtschaft gerettet haben, sah es aus, als ob bei ihm Freudentränen geflossen sind. Doch nun droht ihm erneut Unheil: Sein ehemaliger Besitzer fordert ihn zurück.

Es war eine Nacht- und Nebelaktion: Tierschützer von der Organisation 'Wildlife SOS' befreiten Raju aus seiner Gefangenschaft. Seine unterschiedlichen Besitzer hielten den Elefantenbullen ein halbes Jahrhundert in Gefangenschaft. Sein letzter Besitzer kettete den Elefanten an, ließ ihn hungern und betteln. Nach seiner Befreiung kam Raju in ein Schutzzentrum in Mathura im Norden Indiens. Er lebt zurzeit mit fünf Elefantenkühen in einer Herde und erholt sich von den Schmerzen und jahrelangen Qualen. Alles sah nach einem Happy End für das Tier aus. Aber sein ehemaliger Besitzer will den Elefanten zurück - und hat rechtliche Schritte eingeleitet, berichtet der 'Daily Telegraph'.

"Wir werden kämpfen"

Doch seine Befreier setzen sich auch weiterhin für Raju ein. "Wir werden kämpfen", sagte Kartick Satyanarayan, Mitbegründer von 'Wildlife SOS', der britischen Zeitung. "Das Tier ist auf dem Weg der Besserung und erholt sich gut nach seiner Rettung aus der Sklaverei. Er war kurz davor zu sterben, bevor er befreit wurde und seitdem haben wir eine Menge investiert, damit es ihm wieder gut geht."

Wie die 'Daily Mail' berichtet, wird das Gericht in Allahabad am 4. September über Rajus Schicksal entscheiden. Die Tierschützer sind optimistisch, dass Raju bei ihnen bleiben darf und der Besitzer vor Gericht keine Chance habe. Immerhin verfüge er über keine offiziellen Dokumente, die ihn als Besitzer des Elefanten ausweisen, berichten sie. "Darüber hinaus ist eine solche Behandlung gegen das indische Gesetz. Wir werden die Fakten vor Gericht darlegen und für Rajus Freiheit beten", erklärte Satyanarayan.

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