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Ekel vor dem Sex: Was Sie gegen den Lustkiller im Bett tun können

Ekel vor dem Sex: Was tun bei Abscheu im Bett?
Sexualpädagogin Emily Nagoski gibt Tipps

Ekelgefühle beim Sex

Für einige Menschen ist Oralverkehr das Normalste der Welt, andere müssen schon bei dem Wort anfangen zu würgen. Wovor wir uns beim Sex ekeln und was wir mögen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ob wir etwas als gut oder schlecht empfinden, wird oft schon im Kindesalter bestimmt. Das sagt zumindest Sexualpädagogin Emily Nagoski in ihrem Buch 'Komm, wie du willst'.

Wie Eltern darauf reagieren, wenn das Kind den eigenen Körper erkundet, könne sich auf das spätere Sexleben auswirken, so Nagoski. Wenn die Eltern wiederholt schimpfen, werde das Erkunden des eigenen Körpers im Gehirn mit Schamgefühlen besetzt. Auf diese Weise entwickeln sich laut Nagoski im Laufe des Lebens sexuelle Bremsen - besonders bei Frauen. Das Gehirn scannt die Umgebung pausenlos nach sexuellen Reizen ab und bewertet sie.

Das passiere auch beim Geschlechtsverkehr, sagt die Sexpädagogin. Sobald im Bett etwas passiert, was wir eklig finden, wird die Lust gebremst.

Die Abscheu überwinden!

Wenn die Ekelreaktion mit dem sexuellen Verlangen in Konflikt gerät, sollten wir uns öfter fragen: Was will ich wirklich? Kann ich die Abscheu gegen die Lust eintauschen? Laut Emily Nagoski kann jeder selbst beeinflussen, ob die Genitalien oder Körperflüssigkeiten des Partners Lust oder Ekel hervorrufen.

Wir sollten uns in den Momenten der Abscheu immer auch die schönen Dinge vor Augen führen, rät die Sexualpädagogin. Wie schön der eigene Körper und der des Partners ist - zum Beispiel. Die Medien konfrontieren uns oft mit perfekten Körpern und sehr „sauberem“ Sex. Diese Vorstellung entspricht nicht der Realität und sollte schnellstens aus dem Kopf verbannt werden. Also: Jede Abneigung kritisch hinterfragen, aber bloß nichts erzwingen. Sex sollte an erster Stelle immer Spaß machen.

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