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Einschlafzeit genauso wichtig wie Schlafdauer: Frühaufsteher leben gesünder

Einschlafen leicht gemacht: Diese Tipps können helfen!
Einschlafen leicht gemacht: Diese Tipps können helfen! Besser einschlafen mit diesen Tipss 00:05:31
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Frühaufsteher oder Nachteulen: Wer lebt gesünder?

Frühaufsteher oder Nachteulen: Wer lebt gesünder? Dieser Frage ist das Unternehmen Jawbone in Form einer Datenanalyse nachgegangen. Der Hersteller von Fitness-Armbändern hat dazu die Daten von insgesamt 850.000 Trackern weltweit ausgewertet. Die Ergebnisse wurden nun in Zusammenarbeit mit der ‚Huffington Post‘ veröffentlicht.

Demnach leben Menschen, die abends regelmäßig vor 23 Uhr ins Bett gehen, gesünder als diejenigen, die in der Regel später ins Bett gehen. Sie ernähren sich nicht nur gesünder, sondern nehmen über den Tag verteilt auch weniger Kalorien zu sich. Nachtmenschen hingegen essen mehr Zucker, gesättigte Fette und trinken tendenziell mehr Alkohol. „Wenn du eine Stunde früher ins Bett gehst, und das ein Jahr lang durchhältst, würde dies, theoretisch, zu einer Gewichtsreduktion von rund zwei Kilogramm führen - ohne jegliche Aktivitätsveränderung“, erklärt Kirstin Aschbacher von Jawbone gegenüber der ‚Huffington Post‘.

Sieben bis acht Stunden Schlaf sind optimal

Bereits in vorherigen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und –qualität und dem Gewicht nachgewiesen werden. Schon im Jahr 2011 kamen Forscher der University of South Australia zu einem ähnlichen Ergebnis: Sie werteten die Daten von 2200 Kindern und Jugendlichen aus. Dabei zeigt sich, dass die Nachteulen weniger aktiv waren, mehr Zeit vor dem Fernseher oder Spielkonsole verbrachten und häufiger übergewichtig waren als Frühaufsteher. Dabei unterschied sich die Schlafdauer insgesamt jedoch nicht. Die Nachteulen schliefen letztlich einfach länger als diejenigen, die früher ins Bett gingen.

Dass jedoch auch die Schlafdauer Einfluss auf Gewicht und Gesundheit hat, konnte in einer Studie der Universität Kalifornien aus dem Jahr 2014 nachgewiesen werden. Dabei zeigt sich, dass Menschen, die jede Nacht weniger als sechs Stunden schlafen, mehr wiegen als diejenigen, die wie empfohlen zwischen sieben und acht Stunden pro Nacht schlafen.

Und das ist die Erklärung für das Phänomen: Leptin wirkt als Sättigungshormon und sorgt dafür, dass wir nachts durchschlafen statt nach einigen Stunden hungrig aufzuwachen. Sein Gegenspieler ist das Ghrelin. Dieses Hormon wird bei Schlafmangel vermehrt freigesetzt. Gleichzeitig verringert sich die Konzentration des Sättigungshormons Leptin. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir nachts mit Heißhunger aufwachen – und etwas essen. Dies stört nicht nur die Erholung, sondern sorgt auch für eine erhöhte Kalorienzufuhr. Und je übermüdeter wir folglich auch morgens oder tagsüber sind, umso geringer die Konzentration des appetitzügelnden Leptins. Die Folge: Wir essen (noch) mehr und nehmen zu.

Regelmäßiger und ausreichender Schlaf ist also nicht nur gut für die Gesundheit, sondern beugt auch Übergewicht vor. Als optimal gilt dabei sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht.

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