Einkaufsexperiment: Wer kauft besser ein - Mann oder Frau?

Einkaufsexperiment: Kaufen Frauen wirklich besser ein?

Wer schneidet besser ab beim wöchentlichen Lebensmitteleinkauf? In einem spannenden Experiment sollte herausgefunden werden, ob Frauen beim Einkauf tatsächlich den besseren Überblick haben und ob ihre Männer grundsätzlich immer die falschen Sachen einkaufen.

Wenn der Kühlschrank mal wieder leer ist und der nächste Lebensmitteleinkauf dringend ansteht, geht's um die Wurst bei der Frage: Wer geht einkaufen? Meist übernehmen dies die Frauen, weil sie ihren Männern beim Gang in den Supermarkt oder zum Metzger nicht über den Weg trauen. Um zu prüfen, wie es um das Kaufverhalten der Geschlechter tatsächlich bestellt ist, hat Familie Santjer den großen Einkaufsvergleich gewagt. Zwei Wochen hat Ehefrau Tanja den Einkauf absolviert, danach war ihr Mann Eike an der Reihe. Prüfkriterien waren Einkaufsdauer, Häufigkeit und natürlich, wie viel Geld am Ende ausgegeben wurde.

Shoppen mit System beim Einkaufsvergleich

Diplompsychologin Manja Weber erklärt das unterschiedliche Einkaufsverhalten der Geschlechter aus der biologischen Sicht: Der Mann als Jäger streife zielstrebig und zügig durch die Supermarktgänge und schlage dann bewusst zu. Die Frau als Sammlerin achte hingegen eher auf Details und Angebote, brauche also länger und habe dann auch mehr im Einkaufskorb.

Und tatsächlich haben Tanja Santjer ihre eher spontanen Shoppingtouren herbe Kritik von Ehemann Eike und Sohnemann Jan eingebracht. Die Ausbeute ergab nicht immer das, was die Familie so brauchte und wollte. Außerdem waren die Einkäufe für Tanja alles andere als entspannt. Eike hatte beim Einkaufen ein anderes Konzept. Er arbeitete im Lebensmittelladen eine ausgefeilte Liste ab, ohne Experimente zu machen. Das hat zwar etwas länger gedauert, aber dafür war die Familie zufrieden mit Papas Einkaufsergebnissen.

Auch das Endergebnis des Einkaufsverlgeich überrascht. Eike Santjer ist nur zweimal einkaufen gegangen und hat nach einer Gesamteinkaufszeit von 95 Minuten nur 117 Euro ausgegeben. Tanja war mit ihren fünf Einkäufen, die 138 Minuten gedauert und 184 Euro gekostet haben, wesentlich ineffektiver. Das Fazit des großen Einkaufstest der Geschlechter: Von der strukturierten Vorgehensweise der Männer können sich Frauen eine dicke Scheibe abschneiden.

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