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Eingewöhnung in den Kindergarten: So fällt der Abschied von Mama leichter

Eingewöhnung in den Kindergarten: So fällt der Abschied von Mama leichter
Ist die Mama beim Start in den Kindergarten dabei, fällt die Eingewöhnung leichter. © picture alliance / blickwinkel/M, McPHOTO

Tipps für die Kindergarten-Eingewöhnung

Der erste Tag in der Kita beginnt für die meisten Kleinkinder mit vielen Tränen, Gebrüll und herzzerreißendem Schluchzen. Damit die Trennung von der Mama oder dem Papa beim Start in den Kindergarten nicht ganz so schlimm wird oder sogar Freude bereitet, sollten Sie Ihr Kind vorab eingewöhnen. Mit einer bewährten Methode, viel Geduld und Einfühlungsvermögen von allen Seiten klappt es ganz bestimmt – und so bleiben auch Mamas Augen trocken!

Nach den Sommerferien bekommen viele Kleinkinder einen Vorgeschmack auf den ‚Ernst des Lebens‘, denn dann beginnt für sie die Kindergartenzeit. Von einem Tag auf den Nächsten ist alles anders: Mama ist weg, es ist laut, alles und alle sind fremd. Am folgenden Tag dann das Gleiche - spätestens jetzt weiß Ihr Kind: Die Mama geht und lässt mich hier!

Nun fällt der Abschied erst recht schwer. Ihr Kind versteht die Welt nicht mehr. Und auch die Mütter leiden. Weil auch sie sich von ihrem Kind trennen und sich schuldig fühlen. Viele Mütter beginnen sofort wieder zu arbeiten, sobald der Sprössling einen Kita-Platz bekommen hat. Damit setzen sie sich und ihr Kind unnötig unter Druck: Sie müssen zur Arbeit, das Kind muss also dort bleiben – ob es will oder nicht. Für beide ist das kein schöner Anfang! Das Kind hat Stress, die Mama ein schlechtes Gewissen. So sollte es nicht laufen.

Die beste Methode: Sanfte Eingewöhnung in die Kita

Dem Trennungsschmerz und einem schweren Abschied können Sie vorbeugen, indem Sie sich Zeit für eine sanfte Eingewöhnung nehmen.

Machen Sie sich bewusst, dass der Eintritt in den Kindergarten ein großes Erlebnis für Ihr Kind ist. Reflektieren Sie auch Ihre eigenen Gefühle. Wie empfinden Sie den vorübergehenden Abschied? Fällt Ihnen selbst die Trennung schwer, überträgt sich dieses Gefühl auch auf Ihr Kind. Klären Sie also zunächst für sich, wie Sie mit der Situation klarkommen und welche Einstellung Sie dazu haben.

Nehmen Sie sich dann die Zeit, Ihr Kind auf die neue Umgebung vorzubereiten. Lesen Sie ihm Kindergarten-Geschichten vor, erzählen Sie ihm vom Kindergarten, von den anderen Kindern, den Erzieherinnen, dem Spielzeug. Zeigen Sie Ihrem Kind den Kindergarten beim Schnuppertag und erklären Sie ihm auch, warum es dort hingeht und was Sie in der Zwischenzeit machen. Machen Sie ihm deutlich, dass Sie wieder kommen.

Im Idealfall kennt Ihr Kind bereits eine Trennungssituation. Das kann die Übernachtung bei den Großeltern oder die Teilnahme an einer Spielgruppe ohne Eltern sein. Es weiß dann, dass Sie zwar weggehen, aber auch wieder kommen. Wichtig ist aber, dass Sie Ihrem Kind eine Eingewöhnungsphase in der neuen Umgebung verschaffen. Bleiben Sie in den ersten Tagen einige Zeit mit im Kindergarten, so fühlt es sich sicherer. Zusammen mit Ihnen kann es alles erkunden, sein Garderobenfach finden, die Bauecke anschauen, am Morgenkreis und dem Frühstück teilnehmen. Danach sollten Sie mit ihrem Kind wieder gehen, ein bis zwei Stunden reichen für den Anfang. Verlängern Sie täglich den Aufenthalt Ihres Kindes im Kindergarten, während Sie sich immer früher zurückziehen, bleiben Sie jedoch telefonisch erreichbar, sodass sie kommen können, wenn ihr Kind sie zu sehr vermisst.

Damit Ihrem Kind die Orientierung im Kindergarten leichter fällt, sollte es dort zunächst nur eine Bezugsperson haben, also eine Kindergärtnerin, die die erste Ansprechpartnerin für Ihr Kind ist. Geben Sie ihm außerdem etwas Vertrautes von zu Hause mit, wie z.B. das geliebte Kuscheltier oder sein Schmusetuch. Von Vorteil ist es natürlich auch, wenn Ihr Kind schon ein anderes Kind im Kindergarten kennt. Begrenzen Sie die Aufenthaltszeit in den ersten zwei Wochen auf etwa zwei Stunden und verlängern Sie sie erst danach. Achten Sie dann aber darauf, pünktlich zur allgemeinen Abholzeit da zu sein. Die Beobachtung, dass alle anderen Kinder abgeholt werden, nur Ihr Kind nicht, könnte Ihr Kind beunruhigen.

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