Eingewachsener Zehennagel: Ursachen und Behandlung

Einen eingewachsenen Zehennagel sollten Sie unbedingt behandeln.
Ein eingewachsener Zehennagel kann sehr schmerzhaft sein. © picture alliance / dpa Themendie, Monique Wüstenhagen

Wie kommt es zu einem eingewachsenen Zehennagel und was können Sie dagegen tun?

Laufen tut weh und irgendwie sieht Ihr großer Zeh auch anders aus, als sonst? Die Ursache könnte ein eingewachsener Zehennagel sein. Wie Sie ihn erkennen, was dagegen hilft und wann es kritisch wird, erfahren Sie hier.

Autsch, irgendwie schmerzt bei jedem Schritt der Zeh und ausnahmsweise liegt das nicht an den neuen Schuhen, die Sie unbedingt haben mussten, die aber leider nicht so richtig passen wollen. Ein eingewachsener Zehennagel könnte der Grund sein. Klingt eklig, ist aber gar nicht so schlimm, wenn Sie sich schnell darum kümmern.

Eingewachsener Zehennagel: Das sind die Symptome

Ein eingewachsener Zehennagel tritt meist an der großen Zehe auf. Das erste Anzeichen ist gerötete Haut um den Nagel herum und eine leichte Schwellung. Ist der Zehennagel bereits stärker eingewachsen, kann er leichtes Fußweh verursachen bis hin zu so höllischen Schmerzen, so dass das Laufen kaum noch möglich zu sein scheint. Dringen Bakterien in die Wunde ein, kann es außerdem zu Eiterbildung kommen.

Ursachen und Vermeidung eines eingewachsenen Zehennagels

Der Zehennagel ist von der Nagelhaut umgeben, die Nagelwall oder -falz genannt wird – und er kann genau in diese hineinwachsen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. 

Ebene jene, bereits erwähnten, nicht richtig passende Lieblingsschuhe können ein Grund für eingewachsene Zehennägel sein. Tatsächlich ist die häufigste Ursache für das schmerzhafte Einwachsen der Zehennägel bei Frauen unter 50 falsches Schuhwerk. Das schreibt das Gesundheitsportal lifeline.de. So sind häufig spitz zulaufende Schuhe für in die Haut einwachsende Nägel verantwortlich, wenn die Zehen durch sie zu eng zusammenstehen und wenig Platz und Luft bekommen. So schwer es auch fallen mag ist die Rettung passendes, bequemes Schuhwerk. Und ganz ehrlich, haben sich die Nägel einmal in die Haut gebohrt, machen die spitzen Schuhe ohnehin keinen Spaß mehr – egal, wie hübsch sie sind.

Ein eingewachsener Zehennagel kann auch das Resultat falscher Nagelpflege sein. Ungünstig für das Wachstum des Fußnagels ist es etwa, wenn Sie ihn oval schneiden. Sind die Nägel rund geschnitten, können sie leichter in das Nagelbett einwachsen. Besser ist es, den Nagel gerade abzuschneiden und die Ecken leicht abzurunden. 

Übrigens können einwachsene Nägel auch genetische Ursachen haben. In diesem Fall hilft eine regelmäßige professionelle Fußpflege mit Fußbad, Hornhautentfernung, Pflege der Nägel und speziellen Cremes.

So kann ein eingewachsener Zehennagel behandelt werden

Ist dein Zehennagel ins Nagelbett eingewachsen, sollten Sie umgehend handeln, um schlimmere Schmerzen zu verhindern. Wir verraten Ihnen einige Hausmittel:

Als ersten Schritt sollten Sie ein Fußbad nehmen, um die Haut um den Nagel aufzuweichen. 

Anschließend die entzündete Stelle gründlich desinfizieren, den Rand des eingewachsenen Zehennagels mit einer Wund- und Heilsalbe eincremen und ihn anschließend mit einem Pflaster schützen. Wenn nicht zu schmerzhaft, können Sie versuchen, die Nägel richtig zu schneiden. 

Ein weiterer Tipp für die nächsten Tage: Lassen Sie das Hippiemädchen in sich raus und verzichten Sie auf Schuhe. Ihr eingewachsener Zehennagel wird es Ihnen danken.

Wann ist ein eingewachsener Zehennagel ein Grund zum Arzt zu gehen?

Diese Selbstheilungsmittel funktionieren aber nur, wenn das Einwachsen des Nagels noch nicht allzu weit vorangeschritten ist und noch keine zu großen Schmerzen verursacht. Helfen diese Maßnahmen nicht mehr, sollten Sie zum Podologen gehen. Ein eingewachsener Zehennagel kann von dem Fußpfleger auf verschiedene geheilt werden. 

So etwa mit der Tamponade. Der wattebauschartige Pfropf wird vorsichtig unter den Nagel geschoben. 

Das Gesundheitsportal netdoktor.de nennt die Nagelkorrekturspange als medizinische Methode. Diese bleibt für sechs bis zwölf Monate auf dem Nagel befestigt und soll diesen so langsam wieder aus dem Nagelbett herausziehen. 

Hilft das alles nicht, kann es sein, dass ein eingewachsener Nagel operiert werden muss. Hier werden die eingewachsenen Nagelränder und das sie umschließende Gewebe operativ entfernt. Damit das nicht schmerzt, bekommen Sie eine lokale Betäubung. Tritt ein eingewachsener Zehennagel immer wieder auf, kann auch das Nagelbett operativ verkleinert werden.

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