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Eineiige Drillinge aus Münster: Jan, Tom und Max erholen sich auf der Frühchen-Station

Eineiige Drillinge - Seltener als ein Sechser im Lotto

Sie heißen Jan, Tom und Max und sind seltener als ein Sechser im Lotto: Die eineiigen Drillinge der Familie Bolewski. Für Mama Anna Bolewski (30) und Papa Aleksander Bolewski war die Nachricht zunächst ein Schreck. Doch jetzt, da ihre drei Jungs auf der Welt sind, sind die beiden überglücklich. Auch wenn ihr Nachwuchs sich zunächst noch auf der Frühchen-Station erholen muss.

Die eineiigen Drillinge erholen sich noch auf der Frühchen-Station
Die eineiigen Drillinge erholen sich noch auf der Frühchen-Station

Per Kaiserschnitt erblickten Jan, Tom und Max am 17. März das Licht der Welt. Nach ihrer Geburt mussten sie sofort für 24 Stunden auf die Kinder-Intensivstation, da sie zu früh auf die Welt kamen und deswegen winzig klein waren: Alle drei wogen weniger als 2.000 Gramm. Drei Wochen später haben sie bereits 600 Gramm zugenommen und werden seitdem rund um die Uhr auf der Frühgeborenen-Station überwacht und versorgt. Zwar wirken die eineiigen Drillinge noch immer so zerbrechlich, wie kleine Porzellanpüppchen, aber sie sind kerngesund und nehmen jeden Tag ein bisschen mehr zu. Die glücklichen Eltern selbst meinen: „Ein unglaubliches Gefühl, hätten wir nicht gedacht, dass die sich so gut entwickeln, perfekt.“

Mama Anna und ihr Mann Aleksander verbringen jede freie Minute bei ihrem Nachwuchs auf der Frühgeborenen-Station. Isabel Hörnig-Franz, die Oberärztin der Kinderstation im Uniklinikum Münster, erklärt: „Noch sind sie ein bisschen zu klein und können noch nicht alle Mahlzeiten trinken, haben im Moment noch die Sonde liegen, (…) lernen langsam das Trinken und haben aufgrund der Unreife auch noch hin und wieder die Situation, dass sie vergessen zu atmen und dann infolgedessen mit der Herzfrequenz runter gehen. Deswegen ist es wichtig, dass sie am Monitor liegen, dass man sie gut überwacht und sieht wenn ein Problem auftritt.“

„Känguruhen“ für Mama, Papa und Babys

Damit sich die Frühchen aber trotz ihrer speziellen Situation an Mama und Papa gewöhnen, gibt es das sogenannte „Känguruhen“. Dabei liegen die Kleinen ganz entspannt auf dem Oberkörper der Elternteile. Der Herzschlag der Eltern wirkt auf sie beruhigend und entspannt sowohl die Babys, als auch Anna und Aleksander.

Wenn sich Jan, Tom und Max so gut weiter entwickeln, können sie schon bald das Krankenhaus verlassen und ihren großen Bruder Damian endlich persönlich kennenlernen. Dann geht das Abenteuer Drillinge für Familie Bolewski erst richtig los.

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