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Eileiterschwangerschaft: Symptome und Behandlung

Diese Symptome deuten auf eine Eileiterschwangerschaft hin
Diese Symptome deuten auf eine Eileiterschwangerschaft hin Schwangerschaftskomplikation 00:01:05
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Nahezu jede Frau hat wohl schon einmal den Begriff Eileiterschwangerschaft gehört. Doch was steckt hinter dieser Diagnose und welche Symptome weisen auf eine Schwangerschaft außerhalb des Uterus hin? Wir haben alle Infos für Sie.

Der medizinische Begriff für eine Eileiterschwangerschaft ist ‚Tubargravidität‘. Häufig wird auch der Fachbegriff ‚Extrauteringravidität‘ verwendet, der eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter beschreibt.

Im Normalfall wird die Eizelle von den Spermien im Eileiter befruchtet und wandert daraufhin einige Tage durch den Eileiter, um sich dann anschließend als Embryo in der Gebärmutter einzunisten. Dieser Vorgang kann durch verschiedene Einflüsse gestört werden, wodurch sich die Eizelle an falscher Stelle einnistet - im Falle einer Eileiterschwangerschaft ist das in der Schleimhaut des Eileiters. Das Risiko einer solchen Schwangerschaft liegt bei etwa ein bis zwei Prozent, somit ist die Eileiterschwangerschaft eine recht häufige Schwangerschaftskomplikation.

Risikofaktoren für eine Eileiterschwangerschaft

Das höchste Risiko für eine Eileiterschwangerschaft stellen beschädigte Eileiter dar. Das kann zum Beispiel durch eine frühere bakterielle Entzündung der Eileiter verursacht worden sein.

Auch angeborene Defekte oder eine Endometriose können den Transport der Eizelle erschweren. Defekte können Polypen im Eileiter oder eine geringe Ausprägung der Muskelschicht des Eileiters sein (hypoplastische Tuben).

Immer wieder wird als Grund für Eileiterschwangerschaften der häufige Wechsel von Sexualpartnern oder das Rauchen genannt. Eine fundierte wissenschaftliche Bestätigung gibt es dafür aber nicht.

Für Frauen, die schon mal eine Eileiterschwangerschaft hatten, besteht ein erhöhtes Risiko einer erneuten Eileiterschwangerschaft.

Eileiterschwangerschaft: Anzeichen und Symptome

Zuerst fühlt sich alles wie bei einer normalen Schwangerschaft an. Das Ausbleiben der Menstruation, morgendliche Übelkeit, Harndrang und ein Spannungsschmerz in der Brust sind auch bei einer Eileiterschwangerschaft üblich. Auch bei einem Schwangerschaftstest wird das Ergebnis positiv ausfallen, da trotz Tubargravidität Schwangerschaftshormone - wie zum Beispiel hCG - ausgeschüttet werden.

Erste Anzeichen, dass eine Eileiterschwangerschaft vorliegt, könnten Schmierblutungen sein. Sie treten oft zwischen der sechsten und neunten Schwangerschaftswoche auf. Auch Unterleibsschmerzen sollten Schwangere aufhorchen lassen. Schwindelgefühl, allgemeines Unwohlsein, erhöhte Temperatur und Ohnmacht sind alarmierende Warnzeichen, die einen sofortigen Besuch beim Arzt erfordern.

Sind die Schmerzen im Unterbauch unerträglich und kommen noch Kreislaufstörungen dazu, muss sofort ein Notarzt gerufen werden, da eine Eilleiterruptur (Tubarruptur) vorliegen kann. Hier bricht der Eileiter durch, was zu starken Blutungen in der Bauchhöhle führen kann. Dies führt zu einer lebensbedrohlichen Kondition, die sofortige Behandlung verlangt. Die Tubarruptur entsteht dann, wenn die befruchtete Eizelle eine Größe erreicht, die der Eileiter nicht mehr fassen kann, da er nur begrenzt dehnbar ist. Sie entsteht in der Regel nach der siebten bis achten Schwangerschaftswoche einer Eileiterschwangerschaft.

Der Verlauf einer Eileiterschwangerschaft kann von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Eine Diagnose kann erst nach genauen Untersuchungen gestellt werden, denn die Symptome passen auch auf einige andere Diagnosen. Daher ist eine ärztliche Untersuchung unumgänglich.

Diagnose einer Eileiterschwangerschaft

Der Gynäkologe hat es bei der Diagnose einer Eileiterschwangerschaft nicht leicht. Je früher der Zeitpunkt einer Untersuchung, umso schwerer kann man sicher etwas auf einem Ultraschallbild erkennen. Ist trotz positivem Schwangerschaftstest nach sechs Wochen immer noch keine eingenistete Eizelle erkennbar, ist die Wahrscheinlichkeit einer Extrauteringravidität, also einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter, sehr hoch.

Mit einer Vaginalsonografie kann Ihr Arzt kontrollieren, ob eine Schwangerschaft in der Gebärmutterhöhle besteht. Kann er dies ausschließen, kontrolliert er anschließend die Eileiter der Frau mit speziellen Untersuchungsmethoden.

Behandlung einer Eileiterschwangerschaft

Bei einer Eileiterschwangerschaft ist es unumgänglich, die Schwangerschaft abzubrechen. Je früher die Diagnose steht, desto geringer ist die Gefahr von Komplikationen und der Beschädigung oder gar Entfernung der Eileiter.

Manchmal hilft es, abzuwarten: Wenn der Wert des Schwangerschaftshormons nur langsam ansteigt und niedrig bleibt, sind die Chancen auf eine natürliche Fehlgeburt (Tubarabort) groß, die Schwangerschaft bildet sich dann ohne Rückstände zurück. Die abgestorbene Eizelle kann entweder von der Schleimhaut des Eileiters absorbiert werden oder in die Gebärmutter wandern, wo sie bei der nächsten Regelblutung ausgestoßen wird.

Ist die Eileiterschwangerschaft noch im Frühstadium, kann mit einer Operation - in der Regel endoskopisch - der Eileiter geöffnet und der in der Schleimhaut eingenistete Embryo entfernt werden. Der Eileiter verheilt nach der Operation meist ohne Komplikationen. Laut Website des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. liege die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Eileiterschwangerschaft nach einer solchen Operation bei etwa 15 Prozent.

Wenn die Diagnose erst sehr spät gestellt wird oder starke Verwachsungen vorliegen, muss der betroffene Eileiter entfernt werden. In den allermeisten Fällen kann man ihn jedoch erhalten.

Das durch die Schwangerschaft entstandene Gewebe kann meist vollständig entfernt werden. Gelingt das nicht, muss der behandelnde Arzt möglicherweise eine zweite Operation durchführen oder eine Therapie mit Methotrexat verordnen. Dieses wachstumshemmende Zellgift zerstört das sich im Körper befindende Schwangerschaftsgewebe.

Wie schnell kann man nach einer Eileiterschwangerschaft wieder schwanger werden?

Nach einer Entfernung der Eileiterschwangerschaft wird meistens zu mindestens drei Monaten Wartezeit geraten, bis das Gewebe ausreichend verheilt ist. Nach einer Behandlung mit Methotrexat sind es üblicherweise sechs Monate Wartezeit.

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