Eigenbluttherapie: Nebenwirkungen und Kosten im Überblick

31.12.12 16:58
Eigenbluttherapie: Nebenwirkungen und Kosten im Überblick
Bildquelle: Reuters
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Eigenblut-Therapie: Wie wirkt diese alternative Heilmethode?

Blut ist unser Lebenselixier. Etwa sechs Liter durchströmen den menschlichen Körper. Immer mehr Ärzte und Heilpraktiker vertreten die Meinung, dass sich mit wenigen Millilitern des eigenen Bluts Krankheiten lindern oder heilen lassen. Für wen sich die sogenannte Eigenblut-Therapie eignet, worin die Risiken liegen und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Was verbirgt sich hinter der Eigenblut-Therapie?
Es handelt sich um ein medizinisches Verfahren, bei dem Patienten zunächst venös Blut abgenommen wird. Anschließend wird das Blut wieder injiziert, wodurch eine Abwehrreaktion des Körpers ausgelöst wird. Dadurch sollen die körpereigenen Selbstheilungskräfte, sprich das Immunsystem gestärkt werden.

Wie genau funktioniert das?
In der Regel werden dem Patienten zunächst zwischen 0,5 bis maximal zehn Milliliter Blut aus der Armvene entnommen. Bei der klassischen Variante wird das Blut unbehandelt wieder in einen Muskel gespritzt – üblicherweise in den Oberarm- oder Gesäßmuskel. Bei einer neueren Variante der Eigenblut-Therapie wird das Blut aufbereitet, bevor es dem Patienten wieder injiziert wird. Dabei wird das Blut in der Regel mit homöopathischen Mitteln, Pflanzenextrakten oder UV-Licht behandelt. Dadurch lassen sich zum Beispiel gezielt Allergien behandeln.

In welchem Rhythmus erfolgen die Eigenblut-Behandlungen?
Meist wird die Eigenblut-Therapie als eine Art „Kur“ mit etwa acht bis 20 Behandlungen durchgeführt. Dabei ist von Fall zu Fall abzuwägen, ob die Behandlung täglich oder aber wöchentlich erfolgt.

Für wen eignet sich die Eigenblut-Therapie?
Die Therapie eignet sich vor allem für Menschen, die unter Allergien, Asthma, Erschöpfung, hoher Infektanfälligkeit, Hauterkrankungen oder auch Rheuma leiden. Zudem kann durch die Eigenblut-Therapie die Wundheilung nach einer Verletzung verbessert werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
In der Regel ist die Eigenblut-Therapie gut verträglich. Dennoch können sich die Symptome direkt im Anschluss an die Behandlung verschlimmern. Dies ist jedoch nur ein Zeichen dafür, dass die Behandlung anschlägt. Möglich sind darüber hinaus Schmerzen an der Einstichstelle, Ausschlag, Kopfschmerzen oder Fieber. Über die Nebenwirkungen können Sie sich auch bei Ihrem Arzt oder Heilpraktiker aufklären lassen.

Kann die Eigenblut-Therapie auch für kosmetische Behandlungen eingesetzt werden?
Die Eigenblut-Therapie kann auch zur Behandlung von Falten eingesetzt werden. Meist wird diese Behandlungsmethode dann aber mit anderen kombiniert – beispielsweise mit dem Einsatz von Hyaluronsäure.

Was kostet die Eigenblut-Behandlung?
Die Kosten für eine Sitzung der klassischen Eigenblut-Therapie liegen zwischen 15 und 25 Euro. Wird das Blut zusätzlich aufbereitet, sind auch 50 bis 100 Euro pro Sitzung möglich. Somit summieren sich die Kosten für eine Eigenblut-Kur schnell auf mehrere Hundert Euro.

Übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Eigenblut-Behandlung?
Die Eigenblut-Therapie ist keine Kassenleistung. Die Kassen müssen nicht zahlen, da keine überzeugenden Nachweise für eine medizinische Wirksamkeit existieren. Dennoch übernehmen einige Kassen bei bestimmten Krankheitsbildern die Kosten für die Therapie. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Krankenkasse, ob diese die Kosten übernimmt.

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