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Eierstockkrebs: Vorbeugung, Symptome und Therapie

Eierstockkrebs: Das müssen Sie wissen
Eierstockkrebs: Vorbeugung, Symptome und Therapie © lom123 - Fotolia, jl

Was Sie über Eierstockkrebs wissen müssen

Eierstockkrebs ist eine besonders gefährliche Krankheit, da die sogenannten Ovarial-Karzinome oft erst im bereits fortgeschrittenen Stadium entdeckt werden. Rund 9.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Eierstockkrebs.

Von Christiane Mitatselis

Welche Symptome gibt es?

Leider wuchert der Tumor in der Regel eine ganze Weile unbemerkt in der Bauchhöhle. Später treten Symptome auf, die leicht fehlgedeutet werden können: Aufgeblähter Bauch, Verstopfung, Müdigkeit. Schmerzen im Unterbauch, Blutungen außerhalb der Monatsregel oder nach den Wechseljahren. Manchmal wird der Bauchumfang größer, obwohl die Frau an Gewicht verliert. Bei zwei Drittel der Patientinnen sind bei Entdeckung der Krankheit bereits Blase, Darm und Bauchfell befallen.

Wie diagnostiziert der Arzt die Krankheit?

Es gibt bisher es keine Früherkennungs-Untersuchungen für Eierstockkrebs. Eine Tast-Untersuchung beim Gynäkologen liefert in der Regel den ersten Hinweis auf die Erkrankung, eine vaginale Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) der Eierstöcke und des Bauchs bringt weitere Gewissheit, dass ein Ovarial-Karzinom vorliegen kann. Leider zahlen die meisten Krankenkassen diese Untersuchung nur dann, wenn die Frau bereits über Beschwerden klagt. Erst nach Entnahme einer Gewebeprobe kann die Diagnose endgültig bestätigt werden, dazu ist eine Bauchspiegelung oder ein Bauchschnitt notwendig.

Was können Sie tun bei Eierstockkrebs?

Wie wird die Krankheit behandelt?

Der Tumor muss bei einer Operation vollständig entfernt werden. Das kann eine komplizierte Angelegenheit sein, da die Krankheit – wie gesagt –meist schon fortgeschritten ist. Oft müssen Eileiter, Gebärmutter und Lymphknoten komplett entnommen werden, auch Teile des Darms und des Bauchfells. Danach folgt eine ambulante, mehrmonatige Chemotherapie. Ihr Ziel ist es, die verbliebenen Krebszellen im Körper abzutöten.

Gibt es Risikofaktoren?

Das Risiko nimmt grundsätzlich mit den Lebensjahren zu. Die meisten Frauen, die an Eierstockkrebs erkranken, haben die Wechseljahre hinter sich und sind zwischen 60 und 70 Jahre alt. Zehn Prozent der Erkrankten sind 45 Jahre und jünger. Häufiger betroffen sind kinderlose Frauen. Geburten und Stillen senken das Risiko – genauso wie die Einnahme der Antibaby-Pille im gebärfähigen Alter. Es gibt auch Hinweise auf genetische Faktoren; heißt: Frauen, in deren Familie es Fälle von Eierstockkrebs gab, tragen ein höheres Risiko. Auch Übergewicht und Fettleibigkeit lassen das Risiko steigen – genauso wie eine Hormonersatz-Therapie in den Wechseljahren.

Wie kann man vorbeugen?

Eine Vorsorgeuntersuchung gibt es – wie gesagt – bisher nicht. Die genannten Ultraschalluntersuchungen sind eine individuelle Gesundheitsleistung, die die Patientin selbst bezahlen muss. Besteht aufgrund der genannten Symptome ein Verdacht auf die Erkrankung, sollte man auf jeden Fall sofort den Arzt aufzusuchen. Je früher Eierstockkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

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