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Ebola-Impfstoff in Guinea erstmals erfolgreich getestet

Die Ergebnisse zum Ebola-Impfstoff sind vielversprechend

Fieberhaft forschten Wissenschaftler an Impfstoffen gegen das Ebola-Virus. Nun berichten sie von einem außerordentlichen Fortschritt: Erstmals wirkt ein Ebola-Impfstoff nachweislich.

Ebola-Impfstoff wurde in Guinea erstmals erfolgreich getestet
Ebola: Erstmals wurde ein Impfstoff erfolgreich getetstet © dpa, Alex Duval Smith

In einer großen Studie in Guinea schützte das Mittel VSV-ZEBOV die Teilnehmer zuverlässig vor einer Ansteckung mit dem Virus. Geimpft wurden Menschen, die engen Kontakt zu Neuinfizierten hatten und als besonders gefährdet galten. Die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, sprach von einer "sehr vielversprechenden" Entwicklung. "Eine wirksame Impfung wird ein ganz wichtiges Mittel gegen laufende und zukünftige Ausbrüche von Ebola sein."

In dem Feldversuch wurden über 4000 Teilnehmer geimpft. Sie erhielten den Impfstoff entweder kurz nachdem bekannt wurde, dass ein ihnen nahestehender Mensch erkrankt war, oder aber erst mit einer Verzögerung von 21 Tagen. Die Studie ergab, dass der Impfstoff nach zehn Tagen zu 100 Prozent vor einer Ebola-Ansteckung schützt.

Von jenen Teilnehmern, die erst mit dreiwöchiger Verzögerung geimpft wurden, erkrankten 16. Die Studie, an der auch die WHO und der US-Pharmakonzern Merck & Co beteiligt waren, wird im Fachblatt 'The Lancet' vorgestellt. Trotz des Erfolges sind nach WHO-Angaben noch mehr Nachweise für den sicheren Schutz von größeren Gruppen nötig: Deshalb werde die Testphase noch weiterlaufen.

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