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E-Shisha: Die unterschätzte Gefahr

Wie schädlich sind elektronische Shishas?

Kein Nikotin, kein Teer, keine Gefahr - so bewerben Händler ihre Wasserpfeifen. Ihr Rauch schmeckt nach Banane oder Erdbeere, das Gerät sieht mit seinem hübschen Glasgefäß ganz harmlos aus. Jetzt kommt ein neuer Trend auf: die Shisha für unterwegs. Doch Experten warnen vor der Verharmlosung der kleinen rauchenden Pfeifen.

E-Shisha: Die unterschätze Gefahr
E-Shisha: Der Konsum ist vor allem bei Jugendlichen eine unterschätzte Gefahr.

Viele Jugendliche zieht es gleich nach der Schule in eine Shisha-Bar, um zu entspannen. Auf Schulhöfen sind momentan elektronische Shishas sehr angesagt. Aber Qualmen ganz ohne Reue und Risiko? Da sind Zweifel angebracht.

Es drohen chronische Lungenkrankheiten

Ein großes Problem ist: Auf den E-Shishas für unterwegs steht nicht genau drauf, welche Inhaltsstoffe drinstecken. Deshalb warnt die 'Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung' vor dem Trend. "Das größte Risiko ist: Es verharmlost den Einstieg in den Zigarettenkonsum", so Michaela Göcke von der 'Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung'. Und da sind gerade Jugendliche besonders gefährdet. Eine Shisha schmeckt nicht nach ekligem Tabak, sondern meist süßlich und fruchtig. So gewöhnen sich viele schnell an das Rauchen.

Besonders pikant: Solange die E-Shisha kein Nikotin enthält, fällt sie auch nicht unter das Jugendschutzgesetz. "Das Rauchen einer Shisha ist nicht harmlos. Die Stoffe können genauso wie bei einer Zigarette krebserregend sein. Man weiß auch, dass bei langjährigen Shisha-Rauchern chronische Lungenkrankheiten festgestellt wurden", warnt der Lungenarzt Dr. Konrad Frank vor der unterschätzten Gefahr.

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