Duty Free: Sohn verfilmt die 'Bucket List' seiner Mutter (75) nach einem Leben voller harter Arbeit

Plötzlich arbeitslos - was Rebecca (75) jetzt nachholt
Plötzlich arbeitslos - was Rebecca (75) jetzt nachholt Nach einem Leben voller Arbeit 00:00:48
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Ein Leben "zwischen Freiheit und Unsicherheit"

Rebecca Danigelsis hat ihr Leben lang nur gearbeitet und dafür gesorgt, dass es ihren Kindern gut geht. Sich selbst hat sie dabei völlig vergessen. Als sie mit 75 plötzlich ihren Job verliert, fällt ihr auf, was sie in ihrem Leben alles verpasst hat. Was sie nun nachholt und vor welche Herausforderungen sie das Leben gleichzeitig ohne Einkommen stellt, soll schon bald ein Dokumentarfilm namens 'Duty Free' zeigen. 

Rebecca will unbedingt Hip-Hop tanzen

Rebecca Daningelsis arbeitete jahrzehntelang in verschiedenen Hotels in Boston (USA), nachdem sie in den 1960ern aus England dorthin kam. "Hotels waren mein Leben", erzählt die 75-Jährige im Trailer zu ihrem Film. Selbst ihren Mann lernte sie in einem Hotel kennen und wohnte sogar mit ihren beiden Söhnen über dem Hotel, in dem sie arbeitete, nachdem die Ehe scheiterte. Doch plötzlich änderte sich das Leben der 75-Jährigen schlagartig: "Ich bin gefeuert worden, nur damit du Bescheid weißt", spricht sie ihrem Sohn Sian-Pierre Regis, ein Filmemacher aus New York, eines Tages auf den Anrufbeantworter.

In ihrer Verzweiflung spendet ihr Sohn ihr Kraft, sie tauschen die Rollen. Er überredet sie dazu, eine Liste mit all den Dingen zu erstellen, die sie bislang wegen der Arbeit nicht geschafft hat. "Eine Hip-Hop-Stunde nehmen, Fallschirmspringen und eine Kuh melken", sind die ersten drei Punkte auf der Liste, die Rebecca sogar teilweise schon abgearbeitet hat. Außerdem schaffte sie es nach Jahren das Grab ihrer Schwester in Großbritannien zu besuchen und ihre Tochter und Enkeltochter dort zu treffen. "Mein neues Motto ist: 'Rebecca, jetzt geht es nur noch um dich‘", erzählt sie in dem Trailer weiter. Einige Bilder von Rebeccas Abenteuern sehen Sie im Video!

Darum soll es in Rebeccas Film gehen

Um eine Inspiration für viele andere Mütter, Freunde und Bekannte zu sein, entscheiden sich Rebecca und ihr Sohn dazu, einen Dokumentarfilm über das Schicksal der 75-Jährigen zu drehen. Knapp 50.000 Euro Spenden wurden schon für die Realisierung gesammelt - mehr als erhofft. Der Film soll Ende 2018 rauskommen. Rebecca sucht inzwischen schon wieder nach einem neuen Job, von alleine finanziert sich das Leben bekanntlich leider nicht. Sie lebt ein Leben "zwischen Freiheit und Unsicherheit", auch darum soll es in dem Film gehen. Doch ein bisschen Zeit bleibt ihr sicher noch, um all ihre Punkte auf der Liste abzuarbeiten und das sei ihr mehr als gegönnt! 

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