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Durchfall: Was Sie tun können und welche Hausmittel helfen

Salzstangen und Cola gegen Durchfall?
Salzstangen und Cola gegen Durchfall? Professor Froböse klärt auf 00:01:50
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Diese Hausmittel helfen bei Verdauungsproblemen

Haben Sie oft Magen- oder Darm-Beschwerden? Damit sind Sie nicht alleine. Denn dieses Problem ist weltweit verbreitet. Und dennoch sind Verstopfung, Blähungen oder Durchfall für viele ein peinliches Thema.

Durchfall: Was Sie tun können und welche Hausmittel helfen
Die Ursachen für Durchfall können verschieden sein

Wer flüssigen Stuhlgang hat und öfter als dreimal am Tag auf die Toilette muss, hat Durchfall. Die Gründe dafür können verschieden sein: Eine Entzündung oder ein Virus, der die Darmwand infiziert. Bakterien aus verunreinigten Lebensmitteln sind auch häufig Ursache für verflüssigten Stuhl. Für die Behandlung spielt die Ursache eine geringfügige Rolle.

Fasten und viel trinken - dann ist der Durchfall normalerweise nach drei Tagen weg. Eines der bekanntesten Hausmitteln gegen Durchfall sind Salzstangen und Cola - und die Kombination hilft sogar wirklich, den Mineralstoff-Flüssigkeits-Haushalt wieder auszugleichen. Allerdings sollten Sie die Cola am besten durch ein zuckerarmes Elektrolytgetränk oder eine Elektrolytmischung aus der Apotheke ersetzen (etwa 'Elotrans' oder 'Oralpädon'). Denn in der Limonade ist einfach zu viel Zucker enthalten, der die Entwässerung des Körpers weiter vorantreibt. Um die Abwehrkräfte wieder aufzubauen, eignet sich Trockenhefe-Produkte (beispielsweise 'Yomogi' oder 'Omniflora akut'), die den Hefepilz Saccharomyces boulardii in den Darm transportieren, der wiederum das Wachstum von Krankheitserregern hemmt.

Es gibt auch Durchfall, den man in Stresssituationen bekommt. Dann sind die Darmnerven in Aufruhr versetzt. Eine Wärmflasche und tröstende Worte helfen hier besser als bittere Medizin (falls die Hausmittel nicht helfen, empfiehlt die 'Stiftung Warentest' den Wirkstoff Loperamid zur Darmberuhigung). Der Gang zum Arzt ist von Nöten, wenn Fieber und Schlappheit auftreten, wenn man vor Kraftlosigkeit nicht mehr trinken kann oder wenn der Durchfall länger als eine Woche hält.

Unumgänglich ist eine Untersuchung beim Arzt, wenn sich Ihr Stuhlverhalten ändert - also Durchfall und Verstopfung sich abwechseln. Blut im Stuhl oder Schleim können Symptome für Darmkrebs sein und dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Die Färbung des Stuhls hilft bei der Diagnose

Ein etwas unappetitliches Thema, aber zur Diagnose von Krankheiten ein wichtiger Hinweis: Die Färbung des Stuhls.

Die normale Stuhlfarbe wird durch den Gallenfarbstoff verursacht und ist hell bis dunkelbraun. Die aufgenommene Nahrung und Krankheiten beeinflussen die Farbe. Durch unterschiedlichste Lebensmittel färbt sich der Stuhl von Schwarz (viel Fleisch, Blaubeeren, Rotwein) über Grün (grünes Gemüse wie Salat oder Spinat) bis hin zu Rot (Rote Bete) und Gelb (viele Milchprodukte, Eier, stärkehaltige Lebensmittel). Medikamente wie Kohle und Eisenpräparate können den Stuhl schwarz färben und Röntgenkontrastmittel geben ihm ein weißes Aussehen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Stuhl bei folgenden Färbungen. Das kann ein Hinweis auf eine Krankheit sein.

Grau-lehmfarben - fehlendes Sterkobilin bei Gallensteinen, Pankreastumoren, Hepatitis

Hellbraun, gelb – Durchfall

Rotbraun marmoriert - Blutungen im unteren Dickdarm

Rotbraun bis dunkelrot - Blutungen im oberen Dickdarm

Hellrote Blutauflagerung - Blutung aus Hämorrhoiden, Fissuren oder Dickdarmpolypen

Schwarz - Blutungen im oberen Verdauungstrakt

Grünlich, flüssig - Durchfallerkrankung durch Salmonellen

Wirklich kein Grund zur Sorge macht der erste Stuhl von Neugeborenen. Er ist Grün-Schwarz und wird landläufig Kindspech genannt.

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