Du bist doch schwanger! Worauf muss man mit Babybauch sonst noch alles achten?

Gefahren in der Schwangerschaft
Sind die Gefahren für Schwangere übertrieben? © dpa, Maurizio Gambarini

Überall lauern "Gefahren" für Schwangere

Was darf ich auf keinen Fall essen, wenn ich schwanger bin? Wo lauern Gefahren für mein Baby? Und was kann ich dagegen tun? Die Liste der Probleme ist lang!

Jutta Rogge-Strang

Stellen Sie sich vor, Sie sind schwanger und wissen es nicht. Auf der nächsten Party haben Sie eine 100-prozentige Chance, absolut alles falsch zu machen! Natürlich trinken Sie Alkohol und rauchen (das ist natürlich pures Gift fürs Baby), essen vom Salat mit Schafskäse und naschen etwas Mozzarella mit Tomate (Achtung: Listeriose-Bakterien).

Dann streicheln Sie die Katze der Gastgeber (Katzenkot kann Toxoplasmose enthalten), probieren den geräucherten Fisch und den Parma- und Serano-Schinken und lassen sich ein Mettbrötchen schmecken (Listeriose-Bakterien) und trinken danach etwas Bitter Lemon und Tonic Water, um nicht zu schnell betrunken zu werden (Chinin-Unverträglichkeit, kann Babys süchtig machen). Um nicht müde zu werden, steigen Sie auf Cola und Energydrinks um (Koffein fördert ein geringes Geburtsgewicht). Danach geht es ans Dessert und die Süßigkeiten (Schwangerschaftsdiabetes), bevor Sie hoffentlich unbeschadet den Weg in Ihr Bett finden.

Überall lauert die Gefahr, nach einer US-Studie sogar in Ihren Räumen. Denn die künstlich hergestellten Weichmacher Phthalate verringern den IQ unserer Kinder. Phthalate finden sich oft in PVC-Böden, Gardinen, Duschvorhängen, in Lippenstift, Haarspray, Nagellack Feuchtigkeitslotionen, Parfüm oder Seifen. Aber wir nehmen Phthalate auch schon mit der Nahrung auf. Tatsächlich sind Phthalate gefährlich für alle Menschen: Wer Phthalate meiden möchte, sollte auf jedem Fall Lebensmittel aus Plastikverpackungen oder Getränke aus Plastikflaschen vermeiden.

Die größte Gefahr lauert im Kopf der Schwangeren

Auf keinen Fall sollten Sie noch das Kinderzimmer streichen: Die giftigen Dämpfe der Farbe sind nicht gut für Mutter und Kind und können zu Übelkeit führen. Das gilt auch für scharfe Reinigungsmittel. Auch sollten Sie sich nicht neben den Grill stellen: Wenn Fett in die Glut tropft, entstehen polyzyklische Kohlenwasserstoffe, und die sind nachweislich krebserregend. Gepökeltes Fleisch sollte nie angebraten werden, denn dabei entstehen Nitrosamine, die zu Fehlbildungen des Babys führen können.

Die größte Gefahr lauert aber in Ihrem Kopf: Dass Sie in Ihrer Schwangerschaft aus lauter Panik, etwas falsch zu machen, keine ruhige Minute mehr haben. Wenn Sie nun glauben, nach der Geburt hätten Sie endlich das Gröbste hinter sich, muss ich Sie enttäuschen: Eine neue US-Studie beweist, dass die Anwesenheit der Mutter einen messbaren Einfluss auf die Entwicklung eines Kleinkindes hat. Das bedeutet natürlich, dass Sie Ihr Kind niemals mehr allein lassen dürfen, wenn Sie die größtmögliche Intelligenz herausholen wollen. Und wenn Sie sich schminken, wird laut einer US-Studie Ihr Kind dumm. Ob Sie sich zur Sklavin diverser Studien machen wollen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Mein Tipp: Bleiben Sie entspannt! Denn nur eine entspannte Mutter ist eine gute Mutter!

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