Dschungelkolumne: Hilfe, wir sind im Lazarett!

Brigitte Nielsen im Dschungelcamp
Brigitte Nielsen im Dschungelcamp © RTL / Stefan Menne

Tag 5 im Dschungelcamp

Der eine hat Verstopfung, der nächste Entzug von was auch immer, die andere Blähungen, Brigitte ihre Tage und Ramona Rücken…Gestern habe ich erst mal panisch rumgezappt.

Von Karla Steuckmann

Ich dachte, ich wäre im ZDF bei der Verfilmung der Apotheken-Umschau gelandet oder im Wartezimmer einer Arztpraxis, und zwar beim Gastroenterologen, nicht beim Gynäkologen. Micaela hatte sich nämlich dankenswerterweise irgendwo abseits des Jammertals still vor sich hin entblößt, aber die Stiche am Heck beweisen: zumindest die Mücken fliegen noch auf sie!

Ähnlich undercover wollten auch Ailton und Michael ihren kleinen Männern mal den großen Dschungel zeigen, wurden aber erwischt – Pulleralarm! In dem Moment zeigte sich deutlich, wer nicht nur eine Sprühvorrichtung, sondern auch Eier in der Hose hat. Ailton tat, was er in der Bundesliga gelernt hat: Er brabbelte Rechtfertigungsmonologe ins Mikrofon. Seinen O-Ton aus dem Dschungeltelefon könnte man eins zu eins unter ein x-beliebiges Spielfeldrandinterview nach böser Heimniederlage gegen einen fußkranken Zweitligisten legen.

Wo wir gerade beim Denkorgan des Mannes sind. Unser Vogelfreund Vincent ist gar nicht aus der Schweiz – er ist aus dem letzten Jahrhundert oder Saudi-Arabien. Wahrscheinlich hat er einfach schon so lange keinen Kontakt mehr zu Führungspositionen gehabt, dass er immer noch glaubt, Voraussetzung dafür sei die Fähigkeit im Stehen zu pinkeln. Muss man da noch weiter drauf eingehen? Nein, ich mache einen harten Schnitt zur Dschungelprüfung.

Ramona würgte buchstäblich jede Schlotze runter, während der Raaa Raaa Raven zweimal schieben musste, weil sein Großmaul zu klein für diese Delikatessen war. Groß war es erst hinterher wieder, als er von Discountmengen Schweinesperma und kübelweise Kakerlaken prahlte. Dabei "vergaß" er völlig zu erwähnen, wer zweimal gekniffen hat - "Corvi teccum sunt!", also "Die Raben sind mit dir" und wahrscheinlich auch die einzigen, die das freiwillig sind. Der Typ wird immer unangenehmer.

"Nein, die Ailton hatte nis gepiss in Gebüsss…"

Styling Tipp des Tages

Man trägt sein Inneres nach außen: Bei Jazzy eine Flatulenz, bei Vincent schlechte Laune und "Groß", bei Ramona fast der Mageninhalt und bei Daniel eine Gemüts-Blähung.

Styling Sünde des Tages

Beging Vincent: Seine Verpeilheit vor sich her tragen.

Ekel-Highlight

War ein wurmähnliches schlabberiges Ding. Das musste niemand bei der Dschungelprüfung in den Mund nehmen, denn Ailton hatte es beim Wildpinkeln in der Hand. Wie schön, dass bei Nachtsichtaufnahmen alles Graugrün ist. Dann lieber wieder den Fuß vom Vier-Finger-Faultier.

Lüge des Tages

"Nein, die Ailton hatte nis gepiss in Gebüsss…" "Quod erat demonstrandum!" Raaa Raaaa!

Wahrheit des Tages

Kam heute passend zum Grundthema der Sendung von Jazzy: "Ich habe gepupst, jetzt geht’s mir viel besser." Ja, nach fünf entbehrungsreichen Bohnentagen im Camp kann Lebensfreude auf diese einfache Sache reduziert werden: Man braucht nur ein bisschen heiße Luft zum Glück. Und damit sind wir beim:

Sarah Knappik Award

Dä-Lo macht schon wieder das Rennen und dem reißenden Sturzbach im Camp Konkurrenz. Erst will er raus, doch nach einem nach einem entspannenden Vollbad im Selbstmitleid kehrt er strahlend und geläutert zurück, um zu bleiben. Oder haben sie ihm sein Ritalin gegeben? Man braucht keinen Raben, um vorherzusagen, dass wir dieses Rein-Raus-Spielchen nicht zum letzten Mal bei ihm miterleben dürfen. Vielleicht macht er schon heimlich Sprechübungen: "And what is if we break? My air is away, deep from the Dickdarm…"

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