Dschungelkolumne: Bohnen und Ballermann

Martin Kesici im Dschungelcamp
© RTL

Tag 6 im Dschungelcamp

Achtung jetzt kommt Futter für Verschwörungstheoretiker: Das Dschungelcamp ist in Wirklichkeit am Ballermann, oder besser: Es ist einer drin!

Von Karla Steuckmann

Ein Kandidat hat sich nämlich selbst als Dschungelprüfung mit ins Camp geschmuggelt und übernimmt jetzt den Job des Regens als Langzeit-Zermürbung. Getarnt als ziemlich zugewucherter Altrocker mit Gesichtsflokati schlich er sich auf fiesen Füßen ein, wurde tagelang eins mit seinem Sumpf, bewegte sich nur zum Bohnen tanken und legte so heimlich ein Munitionsdepot von brachialer Sprengkraft an. Seit gestern schießt sie scharf: die Kesici-Kanone, die böse Schwester der Arschbombe. Entsichert wird das Teil durch die Nase, indem der Schutzpfropf mit Luftdruck wiederholt aus dem Stirnhirn gepustet wird. Bei Fehlbedienung entweicht das Geschoss aus der Ladeluke und das Zündschnürchen dient - wie wir gestern beim nächtlichen Übungsmanöver gesehen haben – gleichzeitig auch als Sprinkleranlage.

Das ist ja fast noch widerlicher als Bin Raben in seiner Rolle als Frauenversteher beim Handlesen: „Man sieht, dass jetzt alles anders ist, als es vorher einmal war…“ Den Satz muss man lesen, um die ganze Kraft des Vogels zu erfassen, die ihn produziert hat. Aber wenigstens müffeln Gedankenfürze nicht. Dafür kann unser flusiger Bohnen Ballermann wirklich zaubern. Er kann machen, dass der Wind stinkt!

Martin muss in die Prüfung

An dieser Stelle muss ich die Zuschauer loben: Den heiligen Flatulenzius, Schutzpatron der Sesselpupser, in die Dschungelprüfung zu wählen, ist ein geschicktes Manöver. Wir werden morgen eine Premiere erleben: Dr. Bob verteilt Schutzbrillen an die Kakerlaken und die Moderatoren fragen die Wasserspinnen, ob sie wirklich zu dieser Prüfung antreten wollen. Anschließend werden wir Zeuge, wie die Maden panisch zurückkriechen während die Schlotze von den Haaren abperlt. Aber wenn Blähboy das Feuer eröffnet, kriegen wir echten Ärger mit dem Tierschutz.

Styling Tipp des Tages

Kommt von Martin, der den Tümpel zum Whirpool machen könnte: Man trägt eine wärmende Schutzkruste aus Talk, Schweiß und Staubpartikeln auf der Haut. Das hält UV-Strahlung, Mücken und sogar Micaela fern. Zieht aber Fliegen an.

Styling Sünde des Tages

Zeigt Micaela: das grüne Badeschleifchen ließ noch Fragen offen, zieh doch morgen mal nur deine Zahnseide über.

Ekel-Highlight

War unser Rocker mit getunter Auspuffanlage: „Ick dusch normalaweise nur so alle zwei bis drei Tage.“ Det glob ick nich…könnte es auch alle 4 bis 5 Tage sein? Sind das auf den Armen vielleicht gar keine Tattoos, sondern noch die Spick-Schmierereien aus alten Klassenarbeiten?

Lüge des Tages

Kam von Rocco: „Ich bin nicht verliebt in Kim!“ Hat er auch nicht lange aufrechterhalten können. Zum Glück: Die beiden sind echt süß, weitermachen – bitte!

Wahrheit des Tages

Kam vom Biogas-Föhn Martin „Ick kann det nich mit dem Kopp unta Wassa“ Wir sehen, dass das stimmt, die Mitcamper dürften es inzwischen auch riechen

Sarah Knappik Award

Den schießt heute auch Martin, the Press-Air-Hammer, denn keiner setzt „Deep from the Dickdarm“ konsequenter um als er. Da bleibt einem echt the air away!

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