Dschungelkönig "Joey, Lets-geddi-tuh-Joey, der Fünf nach Zwölfte“

Joey Heindle ist Dschungelkönig
Joey Heindle ist Dschungelkönig

Joey Heindle wieder mit Traum-O-Tönen

Dschungelkönig Dschoey: Wenn man´s schreibt wie man´s spricht, zeigt sich das wahre Potential. Er könnte auch später mal bei "Bauer sucht Frau" oder "Schwiegertochter gesucht" Karriere machen. Zum Finale hat unser Dreigestirn noch mal alles gegeben. Sie waren vor gar nichts fies und riskierten sogar blaue Flecken beim Gruppenkuscheln mit Fiona.

Von Karla Steuckmann

Claudelle, die sehr verhalten startete, entwickelte sich zu einer lebhaften Figur mit ziemlich schmutzigen Gedanken, über die sie gerne spricht. Über das, was sie noch lieber macht mit ihrem Mund, ließ sie heute niemand im Unklaren. Ihre Busenblitzer werten wir mal als netten Versuch. Eine erdrutschartige Stimmenverschiebung hätte sie aber nur noch erreichen können, wenn sie die Teile rausgenommen und ausgewrungen hätte. Doch das kann nur eine, die Vizekönigin:

Muddi Olivia glänzte und glitzerte als "Geschlechts Chamäleon", aber genau das war wohl für die Zuschauer das Problem: Die geschminkte Transe war zwar unterhaltsam, aber letztlich fehlte als letzter Kick der Mann dahinter. Den sah man höchstens mal mein Pinkeln und Rasieren. Mir hat gereicht, was da durchschien. Ich gebe zu: Olivia war mein absoluter Liebling und Favorit. Aber ich denke da praktisch als EXTRA-Reporterin. Wenn wir im nächsten Jahr dem amtierenden Dschungelkönig in den vielen Interviews Analysen abverlangen, wird´s mit Joey möglicherweise eher etwas mühsam, aber sicher auch komisch, meist unfreiwillig.

Joey übertraf sich heute mal wieder selbst. Er haute Traum-O-Töne raus, teils mit vollem Mund, wobei er gleichsam Unvereinbares vereinte, das Ying mit dem Yang verklebte, die Naturgesetze neu schrieb und eine neue Sprache schuf: „Lets geddi tuh Rambo!“ Da komme ich glatt ins Rumschreylen… Olivia hält er nur aus, weil er eine Frau für ihn ist, denn Joey kann sich nicht vorstellen, dass er je mit einem Mann …also Sex … nä. Genau, das nennt man heterosexuell. Ein Mann, der Plaque kriegt, wenn er sich das mit einer Frau vorstellt, ist homosexuell. Wer sich das bedröhnt mit komischer Frisur und affigen Klamotten mit beiden vorstellen kann, ist metrosexuell. Und wer sich das mit Fiona vorstellen kann, ist asexuell. Joey aß „unbändig“ schmeckende Sachen und schluckte Ochsensperma. Was ungefähr so möglich ist wie Fionafett. So salbaderte sich das Küken zum König, der auf dem Thron weiter ganz er selber blieb: „Joey, Lets-geddi-tuh-Joey, der Fünf nach Zwölfte“

O-Ton des Tages

King Joey zu seiner total süßen Freundin: "Schatz ich liebe dich über alles!" Es ist herzerwärmend, wie echt und ehrlich der Junge ist. Das fanden auch die Zuschauer, Ich wünsche den beiden viel Glück. Sie soll angeblich eine Ausbildung als Fremdsprachen-Korrespondentin machen, was ja hilfreich sein könnte.

Weisheit des Tages

King Joey über die ungeschminkte Olivia: „Wo ist der Clown vom Zirkus Krone hin?“ Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal Joey unter der Überschrift Weisheit einsortiere, aber der Satz hat was beinahe Philosophisches.

Drag-Queen des Tages

Hach – ein letztes Mal: Die Dreck-Queen, selbst geschleimt und gemadet nach der Dschungelprüfung strahlt sie noch Würde aus und kann über sich selbst Witze machen: "Das Schwerste war, den Mund zu halten, weil ständig was reinfallen konnte."

Ekel Highlight des Tages

Es gibt jemanden, der sowohl charakterlich wie äußerlich Fiona noch unterbietet: Dieser Jerome Sonstwie. Eine Art Gööckler für KIK-Kollektionen. Der ist immer noch stolz auf seinen verbalen Rohrkrepierer mit dem zu eliminierenden Sams. Wer ist das eigentlich außer der Begleiter der Vierten von Heidi von vor ein paar Jahren?

Und Tschüs

Ich bin ja immer etwas wehmütig, wenn eine Dschungelstaffel zu Ende geht. Nur diesen saublöden Song "Troublemaker", der in Endlosschleifen abgenudelt wurde, werde ich nicht vermissen. Der war der Soundtrack zu gelegentlichen Albträumen, nach meinen nächtlichen Dschungel-Sitzungen am PC. Er hört sich an wie von Silva komponiert, von Joey getextet und von einer Bierbike-Besatzung gesungen – gruselig.

Big D-Award

Geht an das ganze Team in Australien: Die erste Staffel ohne IHN hätte IHM gefallen. Wir haben IHN vermisst, aber Sonja hat das tapfer wegmoderiert und Daniel ist in SEINEN riesigen Spuren souverän gewandelt, nicht gewatschelt, denn dafür fehlt ihm ein guter Meter Umfang am Bauch. Taaa bis zum nächsten Jaaahr!

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