Dschungelcamp-Kolumne: So lief der erste Tag

Dschungelcamp-Kolumne: So lief der erste Tag
© RTL / Stefan Menne

Die Promis sind endlich im Dschungelcamp 2013

Und zack (ohne Bohne) ist wieder ein Jahr um. Wieder finden sich elf Verzweifelte, die sich bei Reis und Bohnen ins Gespräch bringen wollen. Und wenn das nicht klappt, haben sie wenigsten was für ihre Verdauung getan und ein paar Kilos abgenommen. Manche kannte ich bis eben noch gar nicht.

Von Karla Steuckmann

Dieser Salvi, zum Beispiel, mit den O-O-O-O-O-O-O-O-Liedern, hat der je was anderes als die letzte Runde am Ballermann vertont? Vom Text her könnte er damit auch Pornos synchronisieren. Soweit der theoretische Teil, es ging ja erfreulich schnell in die Praxis. All die Bussi-Bärchen und Chanel-Schlangen wurden zackig ausgewildert.

Überhaupt haben wir dieses Jahr ein Camp im schnellen Vorlauf, außer wenn Helmut Berger sich bewegt: Das sieht mehr wie die Zeitlupenwiederholung eines Krampfanfalls aus. Aber sonst – rasant rasen sie durch alles, was ihnen Ärger und uns Spaß macht: Pulleralarm schon nach Anbruch der ersten Dämmerung. Helmut schaltete kurz mal hoch auf Normalgeschwindigkeit und sprühte so weit wie seine Prostata es zuließ. Werbe-Ikone für Kärcher wird er damit wahrscheinlich eher nicht.

Schon an Tag eins unterhält man uns mit fantastischem Futterneid und klasse Kohldampf. Da kriegen die Stars lila Möhrchen und Litschis geschenkt (von Bauer sucht Frau war noch eine Zehnerpackung mit albernen Alliterationen übrig, die müssen weitverwertet werden) Aber was machen unsere Stars?

Sie kochen freiwillig nur Reis ohne alles. Der schmeckt keinem außer Iris, der Mutti von Katze. Die futtert scheinbar alles, was lange genug still hält. Vielleicht sollte sie diesen gesunden Appetit mal in einer entsprechenden Prüfung für sich arbeiten lassen.

Mein vorläufiger Liebling ist Joey, dem kann man beim Denken so schön zugucken. Sonja spricht immer extra langsam, damit er alles so einigermaßen versteht. Der süße Fratz ist mein O-Ton Gott. Was dieser Junge raushaut, kann man sich besser nicht aushirnen: Seine kreativste Schöpfung war „hüppnoptisiert“, aber das ist garantisiert noch steigerungsbar. Herrje, wenn ich den zitiere, unterstreicht mir mein Schreibprogramm das immer rot. Sorry Computer, das musst du jetzt schlimmstenfalls zwei Wochen lang aushalten. Nach Karneval werde ich in der Beichtenzeit, also von Gründienstag bis Pfingstfreitag, als Bußtour auf Kreativ-Orthografie und Joey-Sprech verzichten. Ihm widme ich die Rubrik.

Wer schnitt wie ab im Dschungelcamp 2013?

Dschungelcamp-Kolumne: So lief der erste Tag
© RTL / Stefan Menne

O-Ton des Tages:

And the winner is: The master himself – Little Joey mit der gleichsam schlichten wie prägnanten Metapher, die Allegra über die Hängebrücke hieven sollte: „Das ist wie bei der Geburt, da presst man. Man presst mit seinen Gefühlen und seiner Angst.“ Dicht gefolgt von Salvi, der einem Ranger zeigen wollte, wo der Sänger die O´s sitzen hat: „Please ist das Zauberwort!“

Weisheit des Tages:

Die sprach Iris, die Mutter von, über Fiona aus: „Das sieht doch ein Blinder mit´m Krückstock, dass die Bulimie hat.“ Mit großem „B“ wie das Bäuerchen, was Fiona entfuhr bei dem Versuch bei der Dschungelprüfung ihre madige Hochzeitstorte runter zu würgen. Da kam Land mit…Der Ablauf von Essen und seinem Gegenteil wirkte irgendwie routiniert.

Drag-Queen des Tages:

War echt schwierig. Man musste schon genau hinsehen, wenn man die einzig echte Transe ausmachen wollte. Georgina und Fiona versuchten mit ihren Ankunfts-Outfits offenbar Olivia geschmacklich zu unterbieten. Vogel-in-Mauser-fliegt durch-Accessorize-Laden-Kleidchen und Kirchenfenster-Ausschnitt mit Goldkante sind schon ziemlich daneben, aber reichen nicht an Olivias rosa Lochmuster-Strumpfhose ran. Sie gewinnt.

Ekel Highlight des Tages:

Die Löcher in dem rosa Geflecht, aus denen die Riesenzehen hervorquollen: Bäh! Fiese Füße.

The Big-D-Award:

Der Dschungel ganz ohne Dirk – Dicki – Bach geht nicht, wenigstens als Auszeichnung für eine besonders gelungene Moderation soll er weiter dabei sein. Heute geht „The Big D“ an das Team in Australien, weil sie diesen wunderschönen aber traurigen Rückblick auf Dirk Bach am Ende der Sendung gewagt haben. Zum ersten Mal in 7 Staffeln versiegte mein Spott und ich musste ein Tränchen verdrücken.

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