Dschungel-Kolumne: Der Wendler geht - und keiner weint!

Dschungel-Kolumne: Der Wendler geht - und keiner weint!

Michael Wendler hat den Dschungel verlassen

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" Mit diesen Worten verabschiedete sich überraschend Michael Wendler aus dem australischen Dschungel. Seine Mit-Camper sind nicht wirklich traurig und haben eine genaue Vorstellung davon, was diese Vorstellung wohl sollte.

Von Jutta Rogge-Strang

"Ich habe euch alle total lieb gewonnen. Es waren wunderschöne Tage, aber einer muss der Erste sein: Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" Das kam für alle überraschend - und doch wieder nicht: Denn nachdem Larissa dem Wendler die Show gestohlen hat und er zu keiner Prüfung mehr antreten musste, hatte der Sänger wohl keine rechte Lust mehr aufs Camp.

"Es ist verdammt nochmal Hunger", versucht sich der Barde zu erklären. Winfried, von Sonja Zietlow liebevoll "Kommissar Glatzen-Peter" genannt, lässt seinen in zahlreichen Tatort-Folgen kriminalistisch geschulten Blick schweifen: "Ich stelle an ihm keine Krankheits-Symptome fest. Wendler ist kräftig und durchtrainiert, also was soll das?" Der Wendler versucht einen neuen Anlauf: "Bevor ich zum Ballast werde, möchte ich gehen. .. In den nächsten Tagen wäre ich dir vielleicht ans Herz gewachsen." "Das glaube ich nicht", so Winfried: "Der Wendler hat lebenslänglich bekommen: Er muss mit sich selber weiterleben, so wie er ist." Hört sich nach Höchststrafe an. "Er ist ego-getrieben", vermutet Mola, Jochen Bendel meint: "Wenn sich keiner für ihn interessiert, dann geht er eben."

Vielleicht hatte der Auszug des polarisierenden Sängers tatsächlich damit zu tun, dass die nötige Aufmerksamkeit fehlte: Denn auch zur 5. Prüfung muss wieder Larissa ran. Die hat aber dieses Mal Unterstützung dabei: Auch Melanie wurde in die Prüfung "Weinkeller des Grauens" gewählt. Also weit und breit kein Wendler - und das machte dann ja keinen Sinn mehr.

Larissa holt nur drei Sterne

Dass Larissa wieder den Preis gewonnen hat, war eigentlich klar: Denn bei Prüfung Nummer vier "Fahr zur Hölle" öffnete Larissa erst einmal in aller Ruhe eine Flasche Champagner und genehmigte sich ein Schlückchen, statt in der mit vielen lustigen Tieren und Tier-Abfällen präparierten Limousine nach Sternen zu suchen: "Ich hab keine Lust mehr." Das hat noch niemand so abgeliefert: Originell. Den Rest der Zeit verbrachte Larissa mit Überlegen, Diskussionen mit Sonja und Daniel und Herumgucken. Ergebnis: Drei Sterne von elf möglichen: "Besser als nichts."

Im Camp selber führte Larissas Champagner-Geständnis zu hysterischen Lach-Anfällen der Mit-Camper. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Da fiel es auch nicht weiter ins Gewicht, dass Larissa zuvor auf die Klobrille pinkelte und ihre Körperflüssigkeiten nicht wegwischte.

Nur Melanie regte sich darüber auf und trägt seither einen Lippen-Herpes mit sich herum. War das der Grund, warum Melanie jetzt mit zur nächsten Prüfung muss? Das wäre von den Zuschauern aber wirklich gemein. Doch Mellie hat nach all den unangenehmen Flüssigkeiten, mit denen sie in ihrem Leben schon Erfahrung hatte, vermutlich gute Chancen, auch im australischen Dschungel-Weinkeller zu bestehen.

Sprüche des Tages:

Melanie: "Manchmal weiß ich einfach nicht: Soll ich sie einfach erschlagen? "

Daniel gerührt nach der Dschungel-Prüfung: "Sie hat danke und tschüss gesagt!"

Larissa: "Ich kann nicht mehr nach Deutschland oder Österreich. Ich muss auswandern."

Wendler: "Ich habe Angst vor Keim-Vergiftung."

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