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Drei Tassen Kaffee senken Brustkrebsrisiko - und lassen die Brüste schrumpfen

Kaffee beugt Diabetes, Krebs und Demenz vor
Kaffee beugt Diabetes, Krebs und Demenz vor Drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag optimal 00:03:22
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Kaffee beugt Brustkrebs vor und unterstützt die Brustkrebs-Therapie

Kaffee ist für viele lebensnotwendig – zumindest gefühlt. Denn für viele gilt: Ohne die Tasse Kaffee am Morgen geht nichts. Aber nicht nur das: Wurde Kaffee früher oft verteufelt, mehren sich in den letzten Jahren die Studien, die die positiven Effekte des Kaffeekonsums belegen: So soll Kaffee beispielsweise Demenz, Herz-Kreislauferkrankungen und Dickdarmkrebs vorbeugen. Und nicht nur das: Auch Brustkrebs können Sie mit mindestens drei Tassen Kaffee täglich vorbeugen, wie eine schwedische Studie der Lund Universität belegt. Doch die Forscher wiesen noch einen weiteren Zusammenhang zwischen dem Kaffeekonsum und dem Brustgewebe fest.

In mehreren Studien konnte der positive Effekt von Kaffee auf Brustkrebs nachgewiesen werden. Im Jahr 2008 wiesen schwedische Forscher um Helena Jernstroem erstmals nach, dass der Genuss von zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag das Risiko für Brustkrebs verringern beziehungsweise den Ausbruch von Brustkrebs verzögern kann. Grund dafür: Neben Koffein enthält Kaffee auch Polyphenole sowie Phytoöstrogene. Letztere haben eine hormonähnliche Wirkung, die sich positiv auf die Gesundheit von Frauen auswirken kann. Allerdings kam die Studie auch zu einem weiteren Schluss: Der Genuss von mindestens drei Tassen Kaffee am Tag kann die Brüste schrumpfen lassen.

Kaffee kann Brustvolumen beeinflussen

Allen, die jetzt für sich beschließen, nie wieder Kaffee zu trinken, sei gesagt: Für diesen Effekt ist eine bestimmte Variante des Gens CYP1A2*1F verantwortlich. Je nach Ausprägung des Gens hat Kaffee einen Einfluss auf das Brustvolumen – oder gar keinen. Denn Kaffee enthält Phytoöstrogene, die Östrogenrezeptoren blockieren könne. Je höher der Kaffeekonsum bei Frauen mit dem Genotyp A/A des CYP1A2*1F, desto größer die Gefahr, dass die Brüste infolge eines hohen Kaffeekonsums schrumpfen. In der britischen Studie zeigte sich allerdings, dass nur 50 Prozent der Frauen die entsprechende Gen-Variante tragen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Bei der Hälfte aller Frauen hat der Kaffeekonsum keinen Einfluss auf die Brustgröße. Und: die positiven Auswirkungen von Kaffee überwiegen deutlich.

Dies konnte in einer schwedischen Studie belegt werden. Forscher der schwedischen Lund-Universität konnten im Jahr 2015 nachweisen, dass Kaffee nicht nur vor Brustkrebs schützt, sondern auch das Tumorwachstum hemmt. Zudem verringern zwei bis drei Tassen Kaffee täglich das Risiko eines erneuten Brustkrebsauftretens. Für die Studie wurden über 600 Brustkrebs-Patientinnen zu ihrem Lebensstil befragt und über fünf Jahre hinweg beobachtet. Sie alle nahmen das Medikament Tamoxifen zur Brustkrebstherapie ein. Tamoxifen bindet sich an Hormon-Rezeptoren der Krebszellen. Dadurch verhindert das Medikament, dass sich Östrogen an diese Rezeptoren bindet, welches die Krebszellen zum Wachstum anregt. In der Studie konnte gezeigt werden, dass Frauen, die täglich mindestens zwei Tassen Kaffee tranken, ein 50 Prozent geringeres Risiko für eine Wiedererkrankung haben als jene Frauen, die weniger oder gar keinen Kaffee tranken. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Der Genuss von mindestens zwei Tassen Kaffee pro Tag beeinflusst auch die Größe der Tumore positiv. Zudem zeigte sich, dass Koffein die Zellteilung und damit die Vermehrung von Brustkrebszellen hemmt. Bereits im Jahr 2011 konnten schwedische Forscher im Rahmen des ‚Breast Cancer Research‘ nachweisen, dass Frauen seltener an Brustkrebs erkrankten, wenn Sie mehr als 5 Becher (à 150 ml) Kaffee pro Tag tranken. Sie erkrankten zu 20 Prozent seltener an Brustkrebs als Frauen, die weniger oder keinen Kaffee tranken.

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