Drama um Deryn (14): Er plante schon seine eigene Beerdigung

Trauerfeier sollte eine verrückte Party werden

Der 14-jährige Deryn Blackwell hatte seine eigene Beerdigung schon bis ins kleinste Detail geplant, denn er galt als unheilbar krank. Seine Ärzte prognostizierten ihm im vergangenen Jahr, dass er Weihnachten nicht mehr erleben werde, berichtet die Zeitung 'Daily Mail'. Doch der Junge überlebte!

Deryn ist auf wundersame Weise wieder gesund geworden. Darüber ist er aber nicht gerade glücklich. Denn zum Zeitpunkt der Genesung hatte er seine Beerdigung schon ganz genau geplant. Es sollte die verrückteste Beerdigung aller Zeiten werden: Sein Sarg sollte im selben Leichenwagen transportiert werden, der schon den Sarg des britischen Premierministers Winston Churchill zum Krematorium gefahren hatte. Dazu sollte der Song 'Move your Feet' von dem dänischen Duo ‚Junior Senior‘ gespielt werden. Keiner der Trauergäste sollte schwarz tragen, sondern ausgefallene, schrille Kleidung. Deryn selbst wollte einen Anzug tragen und mit pink gefärbtem Irokesenschnitt im Sarg liegen. "Ich dachte, ich sollte bei meiner eigenen Beerdigung halbwegs ordentlich gekleidet sein", sagt Deryn.

Schon seit Jahren litt der junge Engländer an zwei verschiedenen Krebsarten. Zunächst wurde Leukämie festgestellt, 18 Monate später das Langerhans-Zell-Sakrom. Nach mehreren fehlgeschlagenen Rückenmarktransplantationen entschieden seine Eltern im Dezember 2013, ihrem Sohn keine Medikamente mehr verabreichen zu lassen. Seine Ärzte gaben Deryn daraufhin nur noch wenige Tage zu Leben.

"Ihm fiel es leichter, mit dem Sterben klarzukommen"

Doch es kam alles anders: Überraschend war der Junge auf dem Weg der Genesung, er konnte wieder eigene weiße Blutkörperchen bilden - so unerwartet und unerklärlich, dass es die Mediziner noch immer staunen lässt. Auch Deryn fällt es schwer, das zu verstehen. Während sich alle um ihn herum freuen, versucht er zu begreifen, was es heißt weiterzuleben. "Ihm fiel es leichter, mit dem Sterben klarzukommen", sagte seine Mutter Callie. "Es war für ihn wie eine offene Tür, hinter der Licht scheint. Du weißt, wenn du hindurchgehst, vergehen alle Schmerzen und du bist frei. Doch, dann schlägt dir jemand die Türe vor der Nase zu", sagte die 33-Jährige der 'Daily Mail'.

Deryn hatte sich damit abgefunden, zu sterben. Durch seine plötzliche Genesung habe der Junge jede Sicherheit verloren, er hörte sogar auf zu essen, damit er endlich sterben könne, sagte der Vater dem Blatt. Die Familie Blackwell hat inzwischen eine eigene Stiftung für krebskranke Teenager geründet, um anderen Heranwachsenden zu helfen, denen es nicht so gut geht wie Deryn.

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