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DIY-Lexikon: Webpelz

Webpelz, eine echte Alternative zu echtem Pelz

Im Gegensatz zu früher und zur Freude aller Tierschützer wird heute nur noch wenig echtes Fell verarbeitet. Da aber ein Pelz immer sehr edel aussieht und man mit einem Fellkragen jeden winterlichen Mantel optisch verschönern kann, greift man heute vor allem zu Pelzimitat, auch Fake oder Faux Fur genannt. Diese Fakes gibt es in allen erdenklichen Farben und Mustern.

Die Vorteile von Synthetikpelzen

Wer schon einmal einen echten Pelzmantel getragen hat, kann sofort den Unterschied spüren, wenn er in einen Webpelzmantel schlüpft. Während das echte Fell schwer auf den Schultern ruht, ist der Fakemantel herrlich weich, warm und vor allem leicht. Im Gegensatz zu echtem Pelz kann sich jeder mit den in den Geschäften angebotenen Meterwaren leicht einen Mantel, eine Jacke, eine Decke oder ein Sofakissen nähen. Achten Sie dabei aber unbedingt auf Qualität. Wenn Sie an dem Imitat zupfen und sich dabei die Fasern leicht lösen, sollten Sie von einem Kauf absehen, denn damit würden Sie sich nur einen endlos fusselnden Stoff nach Hause holen.

Das Verarbeiten von Faux Fur

Pelzimitat ist leicht an der häuslichen Nähmaschine zu verarbeiten. Einige Dinge sollten Sie aber unbedingt beachten, bevor Sie mit dem Nähen eines Kleidungsstückes beginnen. Legen Sie den Schnitt immer so auf das Fell, dass die Strichrichtung von oben nach unten zeigt, denn alles andere würde unnatürlich aussehen. Pelzkrägen sollten Sie nicht doppelt verarbeiten, weil das zu dick wird, sondern diese lieber mit Futterstoff abfüttern. Beim Zuschneiden der Teile müssen Sie achtgeben, dass Sie wirklich nur den Stoff schneiden. Nehmen Sie eine spitze Schere und schneiden Sie mit kleinen Bewegungen durch das Material. Dabei pusten Sie die Fellhaare zur Seite, damit Sie diese nicht mit der Schere erfassen. Eventuell sollten Sie das Fell etwas nass machen, damit es sich gut zur Seite legen lässt. Beim Nähen mit der Maschine verfahren Sie genauso. Erst die Haare zur Seite schieben und dann Stich für Stich nähen. So fallen die unbeschädigten Pelzhaare danach wieder ganz natürlich über die Naht. Die feuchten Haare kann man auch wieder in die richtige Richtung Föhnen. Da das Pelzimitat nicht im Sinne von Kette und Schuss gewebt ist, franst der Stoff nach dem Zuschnitt nicht aus und muss deshalb nicht versäubert werden. Wenn Sie sich einen Mantel genäht haben, so sollten Sie diesen mit einem farblich passenden Futterstoff abfüttern. Dazu schneiden Sie den Futterstoff nach dem gleichen Schnitt zu, nähen diesen und versäubern damit das Kleidungsstück.

Pflegehinweise für Synthetikfelle

Geben Sie Ihren Pelz einfach in einen Wäschesack und waschen diesen mit einem Feinwaschmittel in der Waschmaschine. Nach dem Waschvorgang lassen Sie diesen trocknen und bürsten ihn dann zurecht. Mit einer weichen Haarbürste können Sie Ihren Faux Fur auch nach einem Regenschauer so wieder weich und plüschig bekommen.

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