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DIY-Lexikon: Taft

Taft – der Stoff für glamouröse Auftritte

Taft ist der feine Stoff mit changierendem Glanz, der vor allem für Brautmode und glamouröse Abendkleider verwendet wird. Das edle Gewebe lässt sich gut verarbeiten, braucht aber sehr viel Aufmerksamkeit.

Was genau ist Taft?

Taft (auch Thaiseide genannt) ist ein leinwandbindiges Gewebe aus Seide oder Synthetics mit feinen Querrippen. Diese Struktur entsteht durch einen dickeren Faden im Schuss und einer engen Ketteinstellung. Seinen Namen verdankt der Stoff dem persischen Wort tafteh, das so viel bedeutet wie gewebt. Hat der Taft eine dekorative Maserung, wird er auch als Moiré bezeichnet.

Eigenschaften

Taft ist ein edler Stoff, dessen Bindung noch dichter und fester ist als die von Seide. Die Oberfläche ist sehr fein und hat einen matten, changierenden Seidenglanz. Dieser verleiht dem Stoff seine Einzigartigkeit und eine ganz besondere Schönheit. Doch wie es sich für einen so edlen Stoff verhält, ist auch Taft sehr empfindlich und braucht viel Aufmerksamkeit. Taft gibt es in sämtlichen Farben und vielen verschiedenen Ausführungen: Besonders leicht, bedruckt, feingerippt, bestickt oder großkariert – um nur einige zu nennen.

Verwendung

Aufgrund seiner Eigenschaften ist Taft ein exklusiver Stoff für elegante Kleidung. So werden zum Beispiel Abendkleider, Brautmode und Trachten aus diesem einzigartigen Material angefertigt. Aber auch für Wohntextilien und zur Dekorierung kommt das feine Gewebe zum Einsatz. Egal ob Vorhänge, Kissen, Tischdecken oder Accessoires wie Schmucktäschchen und Brillenetuis – Taft verleiht diesen Dingen eine edle Note.

Hinweise zur Pflege

Taft ist extrem empfindlich, vor allem gegenüber Wasser, Hitze, Licht und mechanischen Einwirkungen. Am besten reinigen Sie den Stoff nur chemisch und bügeln ihn niemals mit Wasserdampf. Wollen Sie dennoch mit der Maschine waschen, dann nutzen Sie dafür stets einen Wäschebeutel, eine Temperatur von maximal 30 °C sowie ein spezielles Seidenwaschmittel. Bügeln Sie den Stoff nur von links und legen Sie immer ein weiches Tuch darüber. Trocknen Sie Taft nie über einer Leine und auch nicht direkt unter UV-Licht, da der Stoff sonst schnell ausbleicht.

Tipps zum Zuschneiden

Taft lässt sich recht einfach zuschneiden. Allerdings sollte das Schneidewerkzeug makellos sein. Bereits kleine Unebenheiten können den Stoff beschädigen. Gleiches gilt für Stecknadeln, falls Sie den Stoff abstecken möchten. Bevor Sie Taft zuschneiden, sollten Sie den Stoff vollständig ausbreiten und zunächst die Liegebrüche ausbügeln.

Tipps zum Nähen

Zum Nähen von Taft verwenden Sie eine Universalnadel in der Größe 70/80 oder eine noch feinere Microtexnadel. Achten Sie darauf, dass die Nadelspitze in einem einwandfreien Zustand ist. Bereits kleinste Mängel können Fäden ziehen oder den Taft zerreißen. Außerdem empfehlen wir eine Stichlänge von 2 bis 2,5 mm und einen handelsüblichen Polyestergarn. Finden Sie die optimale Stichlänge zunächst auf einem Stoffrest raus. Bei zu kleinen Stichen kann der Taft reißen und zu große Stiche ziehen die Naht zusammen. Möchten Sie lieber mit der Hand nähen, dann verwenden Sie ein entsprechendes Nähgarn.

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