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DIY-Lexikon: Strickschrift

Die Symbole zum perfekten Muster: die Strickschrift

Für die einen ist es eine Tabelle mit undurchsichtigen Zeichen, für Strickerinnen ist sie der Leitfaden für wahre Maschenträume: die Strickschrift. Bei einer Strickschrift handelt es sich um eine grafische Darstellung der Maschen, die für einen bestimmten Mustersatz eines Strickstücks gestrickt werden soll. Die Maschen sind dabei in einem Kästchenraster dargestellt, jedes Kästchen mit dem darin enthaltenen Symbol steht für eine Masche, eine Kästchenreihe für eine gestrickte Reihe beziehungsweise Runde.

Ein Alleskönner in Kästchenform

Der große Vorteil einer Strickschrift besteht darin, sich beim Stricken einen Mustersatz, Rapport genannt, einfacher einprägen zu können, als wenn die gesamte Mustererklärung des Strickstücks in Form einer Fließtextanleitung dargestellt ist. Standardmäßig ist neben einer Strickschrift eine Legende angegeben, welche die einzelnen Symbole erklärt: Von einer einfachen rechten Masche, meist durch ein unausgefülltes Kästchen dargestellt, bis hin zu Abnahmen oder Zopfabschnitten – die Strickschrift zeigt jede einzelne Masche an.

Von rechts nach links, von unten nach oben

Strickschriften werden nach einem festen Prinzip gelesen. Es wird bei der ersten Reihe beziehungsweise Runde unten rechts in der Tabelle begonnen zu lesen. Ist die erste Reihe/Runde gestrickt, folgt die zweite Reihe/Runde, die von links nach rechts gelesen wird. Gemäß dieser Reihenfolge wird sich von unten rechts nach oben links gearbeitet. In manchen Fällen gibt die Strickschrift nur die ungeraden Reihen des Mustersatzes an, dies sind die Hinreihen. Die Musterreihen werden hier dann links wie sie erscheinen gestrickt, die Anleitung gibt hierzu jedoch stets die richtige Vorgehensweise an.

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