DIY-Lexikon DIY-Lexikon

DIY-Lexikon: Stricknadeln

Stricknadeln und Wolle
Ob aus Kunststoff, Rosenholz oder Karbon: Stricknadel ist nicht gleich Stricknadel.

Die Qual der Wahl: Stricknadeln aus Holz, Kunststoff oder Alu?

Dass es in Sachen Strickgarn und -wolle eine schier endlose Auswahl gibt, dürfte jedem bekannt sein. Doch auch in Sachen Stricknadeln gibt es die unterschiedlichsten Typen und Materialien, dank denen jede Strickerin die für sie perfekte Nadel findet.

Vorbei sind die Zeiten, in denen lediglich mit grauen Kunststoffnadeln Maschen angeschlagen werden. Die Stricknadelindustrie boomt und die Hersteller stellen regelmäßig neue Materialien und Nadeln für die perfekten Maschenwerke vor. Ob Metallnadeln aus Alu oder Karbon oder gar Holznadeln aus Bambus, Rosenholz oder sogar Olivenholz – die Auswahl ist riesig!

Von Alu und Karbon – Metallnadeln

Auch bei Stricknadeln scheint ein Motto zu gelten: Es geht immer noch etwas leichter. So konkurrieren die verschiedensten Leichtmetallnadeln miteinander, die für ein ultraleichtes Strickerlebnis sorgen und sich ideal für Lacestrickerei eignen. Ob Nadelspiel oder Rundstricknadel, die Alunadeln von heute sind inzwischen so leicht, dass Strickerinnen beim Handarbeiten kaum ein Gewicht in den Händen halten. Somit steigert sich vor allem auch das Stricktempo und die Nadeln liegen angenehm warm in den Händen.

Wie fortschrittlich die Hersteller arbeiten, lässt sich damit zeigen, dass heutzutage mit Karbon gearbeitet wird, das auch in der neuen Generation von Flugzeugen, Kraftfahrzeugen und Raumfähren eingesetzt wird. Karbonnadeln sind sehr glatt und lassen so die Maschen wunderbar über die Spitzen gleiten. Außerdem liegen die Nadeln warm in den Händen.

Hölzerne Vielfalt: Stricknadeln aus Holz

Mohair- oder Seidengarne haben die Eigenschaft, über glatte Nadeln zu gleiten. Viele Strickerinnen bevorzugen daher für glatte und schnell gleitende Garne eine hölzerne Oberfläche, auf denen die Maschen nicht allzu schnell von der Spitze fallen können. Absoluter Favorit vieler Handarbeiterinnen ist und bleibt die Bambusnadel. Durch ihre leicht raue Oberfläche bleiben die Maschen an Ort und Stelle und die Gefahr einer fallengelassenen Masche verringert sich. Holznadeln werden auch aus Rosen- oder Ebenholz hergestellt. Neben dem hübschen Design ist die Oberfläche dieser Nadeln deutlich glatter als beim Bambus, doch weisen Holznadeln überzeugende Merkmale auf: Holz leitet keine Temperaturen, was bedeutet, dass die Hände weder kalt werden, noch schwitzen. Durch ihre elektrostatische Neutralität eigenen sich Holznadeln besonders für Menschen mit schmerzhaften Rheumaerkrankungen.

Der Evergreen: Kunststoffnadeln

Kunststoffnadeln aus Plastik eignen sich besonders für Strickanfängerinnen oder Kinder. Die Maschen gleiten nicht allzu leicht von der Nadel und fallen somit nicht hinunter. Kunststoffnadeln gibt es in den verschiedensten Ausführungen, ob als Rundstrick- oder Jackennadel oder als Nadelspiel. Besonders in Sachen Farben und Design sind den Nadeln keine Grenzen gesetzt: Glitter-Designs, kunterbunte Farben oder mit Maschenstoppern im kindlichen Look an einem Ende – es gibt wohl kaum eine Strickerin, die keine Kunststoffnadeln in ihrem Nadeletui beherbergt.

Anzeige