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DIY-Lexikon: Spitze

Spitze – das besondere Material für edle Kleider

Spitze sieht einfach toll aus! Egal ob mit filigranen Mustern oder verführerischen Perlen und Pailletten versehen – Spitze ist der ideale Stoff für raffinierte Abendmode. Gleichzeitig ist das Material leicht zu nähen.

Was genau ist Spitze?

Spitze ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Elemente, die entweder nur aus Garn oder aber aus Garn und Stoff bestehen. Abgeleitet vom althochdeutschen spizza beziehungsweise spizzi bedeutet die Bezeichnung Spitze so viel wie Garngeflecht. Dieses ist löchrig, wobei meist feine Muster eingearbeitet werden. Dazu kommen verschiedene Materialien zum Einsatz, wie zum Beispiel Baumwolle, Leinen, Wolle, Seide und diverse synthetische Fasern, oft ergänzt um Elasthan. Im Bereich der Kleidungsindustrie wird Spitze auf einen dünnen Grundstoff aufgenäht.

Eigenschaften

Spitze kann je nach Herstellung und Ausgangsmaterial verschiedene Eigenschaften haben. Von leicht und transparent bis fest und dicht ist alles möglich. Spitze sieht edel aus und ist herrlich zu tragen, ist aber gleichzeitig sehr anspruchsvoll in der Pflege.

Verwendung

Anfänglich wurde Spitze überwiegend zum Verzieren von Saumen und Kanten verwendet, bis sie die Modewelt als hübsches Accessoire eroberte. Erst seit Erfindung der maschinellen Herstellung von Spitze am Anfang des 20. Jahrhunderts kommt der Stoff auch für Kleidungsstück zum Einsatz. Inzwischen wird das edle Material für Dessous, Nachtwäsche, Damenoberteile, Abendmode, Brautkleider und Trachten verwendet. Aber auch Tischwäsche, Gardienen und Fensterschmuck sind aus Spitze erhältlich.

Hinweise zur Pflege

Spitze ist sehr empfindlich. Auf keinen Fall sollten Sie das edle Material selbst waschen. Geben Sie Spitze lieber stets in die Reinigung und seien Sie auch beim Bügeln sehr vorsichtig. Bügeln Sie nur von links, mit wenig Druck und verwenden Sie eine weiche Unterlage. Letzteres ist ganz wichtig, wenn der Stoff mit Perlen oder Pailletten versehen ist. Aufbewahren sollten Sie schwere Spitzenkleider (solche mit vielen Perlen und Pailletten) immer hängend. Leichte Stoffe können Sie falten, sollten dann aber ein weiches Seidenpapier zwischenlegen.

Tipps zum Zuschneiden

Leichte Spitzenstoffe schneiden Sie am besten bei doppelter Stofflage, Stoffe mit Perlen oder Pailletten eher bei einfacher. Dabei gilt es die Musterrichtung sowie die schöne Bogenkante der Spitze zu berücksichtigen. Um das Muster einheitlich zu verwenden, legen Sie alle Schnittteile so auf den Stoff, dass die unteren Kanten stets in eine Richtung zeigen. Außerdem können Sie die Bogenkante hervorragend als dekorativen Abschluss verwenden.

Tipps zum Nähen

Spitze lässt sich sehr leicht nähen. Verwenden Sie dazu eine feine Nadel in der Stärke 70 der 80, eine Stichlänge von etwa 2 mm sowie handelsüblichen Polyestergarn. Ist ihr Stoff mit Perlen geschmückt, können Sie nicht über diese Verzierungen nähen. Dann haben Sie die Wahl: Entweder Sie entfernen die Perlen an den Nahtzugaben vorsichtig oder Sie müssen mit der Hand ran. Im Gegensatz dazu können Sie über manche Pailletten nähen. Testen Sie das zunächst an einem kleinen Stoffrest. Sollten Sie dabei Schwierigkeiten haben, entfernen Sie die Pailletten lieber oder nähen Sie die Nähte per Hand.

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