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DIY-Lexikon: Quilten

Quilten – eine kreative Handarbeit mit sehr langer Tradition

Das sehr beliebte Hobby stammt ursprünglich aus China, von wo es sich über den gesamten Orient verbreitete. Im 13. Jahrhundert wurde diese Technik von den Kreuzrittern nach Europa gebracht. Bald schon stellten dort die Frauen nach dieser Methode warme Decken und Wandbehänge her. Bei den frühen amerikanischen Siedlern wurde diese Handarbeit regelrecht zum Kult. Sie fertigten vor allem Patchworkdecken aus kleinsten Stoffresten.

Welche Quilts gibt es?

Quilts bestehen aus drei Schichten. Der Ober- und Unterseite und der Füllung, dem Vlies. Wenn die Oberseite einfarbig ist, spricht man von Plain Quilt, bei applizierten Motiven von einem Applikationsquilt, bei kunstvoll zusammengenähten Stoffmustern von Pieced Patchwork und bei zusammengenähten Flicken von Patchwork.

Wie Sie Quilts herstellen können

Der Unterstoff besteht allgemein aus einem Stoffstück. Darauf wird das Vlies gelegt, welches aus Baumwollvlies, Woll- und Polyestervlies oder Molton bestehen kann. Der Oberstoff wird meist aus unterschiedlichen Stoffen zu kreativen Mustern zusammengesetzt. Diese drei Schichten heften Sie gut zusammen. Dann nähen Sie entlang der Nähte des Oberstoffes mit kleinen Steppstichen durch alle drei Stofflagen. Sie sollten immer von innen nach außen nähen, damit sich das Vlies nicht verschiebt. Traditionell näht man per Hand, was sehr lange dauert und sehr gleichmäßige Stiche erfordert oder mit der Nähmaschine. Dabei muss der Stoff sehr locker vor der Hand geführt werden, damit keine Falten entstehen.

Worauf Sie achten sollten

Ober- und Unterstoff sollen aus dem gleichen Material bestehen, am besten aus weichem Baumwollstoff. Als Garn sollten Sie ein farblich passendes Baumwollgarn oder Quiltgarn verwenden, das besonders stabil und reißfest ist. Das Vlies kann fünf, zehn oder fünfzehn Millimeter dick sein. Bei großen Decken nehmen Sie bitte dünneres, bei kleinen Decken dickeres Vlies.

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