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DIY-Lexikon: Organza

Organza – der transparente Stoff zum Basteln und Dekorieren

Organza – das ist das feine transparente Gewebe, das häufig für aufwendigen Tischschmuck verwendet wird. Der Stoff ist wunderschön zum Basteln und Dekorieren. Allerdings brauchen Sie etwas Geduld bei der Verarbeitung.

Was genau ist Organza?

Organza ist ein transparentes und glänzend schillerndes Gewebe, das beim leinwandbindigen Verweben von filigranen Garnen entsteht. Das heißt, die Garne sind unbegrenzt lang und die Verbindung beim Weben ist besonders eng. Ursprünglich wurde dafür Seide verwendet, heutzutage kommen jedoch überwiegend synthetische Fasern wie Polyester oder Nylon zum Einsatz.

Die Eigenschaften von Organza

Organza ist ein sehr feiner, empfindlicher Stoff, der wunderschön aussieht. Er ist transparent und hat eine edel glänzende Oberfläche. Organza ist in vielen Farben, bunt und sogar mit Mustern erhältlich. Allerdings neigt der Stoff zu knittern und ist leicht zu beschädigen. Demzufolge ist Organza nicht sehr langlebig und somit nur bedingt für Kleidung geeignet.

Die Verwendung von Organza

Organza dient vor allem in der Raumgestaltung als Dekorationsmaterial. Dort wird es für die Herstellung von Tischläufern, Stoffsäckchen, Schmuckbändern und Vorhängen verwendet. Näherinnen nutzen Organza aber auch gerne zur Anfertigung von Faschingskostümen, da diese eh nur selten getragen werden. Stoffreste können auch hervorragend beim Basteln verarbeitet werden. Zum Beispiel lassen sich Glückwunschkarten herrlich mit diesem feinem Material verzieren.

Hinweise zur Pflege

Bei der Pflege von Organza ist einiges zu beachten. Das Material ist sehr empfindlich. Fadenverschiebungen sind sofort auf der Oberfläche sichtbar. Und das für immer! Waschen Sie Stoffe aus Organza deshalb nur in einem Wäschebeutel bei maximal 30 °C. Am besten nutzen Sie dazu ein schonendes Waschprogramm (zum Beispiel eins für Gardinen) und ein Feinwaschmittel. Anschließend sollten Sie die Wäsche direkt zum Trocknen aufhängen, da Organza leicht knittert. Aufwändige Kleider aus Organza geben Sie besser gleich in die Reinigung.

Tipps zum Zuschneiden

Stoffe aus Organza zu schneiden, ist keine leichte Aufgabe. Am besten lassen Sie die benötigten Stoffteile professionell beim Schneider zuschneiden. Für Bastelzwecke empfehlen wir eine Zickzackschere oder einen Rollschneider mit Zackenklinge. Doch auch mit einem Brandmalkolben können Sie gute Ergebnisse erzielen. Außerdem unter Umständen möglich: Schneiden Sie den Organza-Stoff nur kurz ein und reißen sie ihn anschließend auseinander.

Tipps zum Nähen

Beim Verarbeiten von Organza müssen Sie sehr vorsichtig sein. Eine falsche Bewegung mit der Nadel kann die Fäden irreversibel verschieben. Außerdem ist es nicht ganz einfach Organza zu nähen. Wenn dann sollten Sie eine französische Naht oder aber einen Rollsaumen nutzen. Erstere ist eine doppelte Naht, bei der die Schnittkante versteckt wird. Nähen Sie die Kanten zunächst nach rechts und schneiden Sie die Nahtzugabe im Anschluss auf. Diese wird nun ein zweites Mal genäht, allerdings nach links, wobei die Kanten quasi innen versteckt werden. Etwas professioneller ist der Rollsaumen, der idealerweise mit einer Overlockmaschine und drei Fäden genäht wird.

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