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DIY-Lexikon: Nähfuß

Der Nähfuß, kleines, feines Zubehör

Seit Jahren wird das Nähen immer beliebter und obwohl es recht einfach aussieht, sollten sich Anfänger nicht ohne Hilfe an die Nähmaschine setzten. Das Einfädeln der Nähseide gelingt meist problemlos, doch bereits das Nähen des ersten eigenen Saums kann zu mittelschweren Katastrophen führen. Dabei kann die Wahl des geeigneten Nähfußes viele Probleme im Handumdrehen beseitigen.

Verschiedene Arten von Nähfüßen

Natürlich bieten die unterschiedlichen Nähmaschinenhersteller spezielle Nähfüße für ihr Model an. Glücklicherweise sind die Bezeichnungen der Füße nahezu identisch oder zumindest ähnlich: Als "Standardfuß" oder "Normalfuß" wird der Allzweckfuß bezeichnet, der sich für sämtliche Nutzstiche, inklusive Zickzackstich, eignet. Wahrscheinlich aufgrund seiner Vielseitigkeit heißt dieser Fuß auch Zick-Zack-Nähfuß oder Rücktransportfuß.

Ein wenig spezieller ist der Geradstich-Nähfuß, der sich lediglich zum Nähen gerader Stiche eignet, diese aber besonders präzise und genau ausführt. Dieser Nähfuß verhindert das Zusammenziehen des Stoffes und eignet sich sehr gut für feine Materialien. Der Säum-Nähfuß, der auch als "Rollsäumer" bekannt ist, erzeugt eine haltbare Kantenversäuberung und verhindert das Ausfransen des Stoffes, der vor dem Säumen nicht mehr gebügelt werden muss. Dieser spezielle Aufsatz kommt bei besonders leichten Stoffen wie Seide, oder für Rüschen zum Einsatz. Den Säum-Nähfuß gibt es in verschiedenen Größen, achten Sie daher vor dem Kauf darauf, wie breit der Saum werden soll. Eine große Hilfe beim Säumen ist auch der Blindstichfuß, mit dem sich auf der rechten Seite unsichtbare Saumabschlüsse nähen lassen. Als Blindstich wird ein besonderer Zickzack-Stich bezeichnet, der auch für das Verzieren von Stoffkanten benutzt wird und früher oft von Hand genäht werden musste. Mit dem Kantenfuß werden Stoffkanten verbunden, wobei er sich auch zum Absteppen und Anbringen von Spitze eignet. Dieser Nähfuß fügt auch glatte, feine und dicke Stoffe sauber zusammen.

Nähfüße für Reißverschlüsse

Wer sich das Nähen zum Hobby erwählt, stellt sehr bald fest: Es gibt gewöhnlich keine Hose, keine Jacke und keinen Rock ohne Reißverschluss oder Knopfleiste. Glücklicherweise haben die Nähmaschinenhersteller auch für diese meist zeitraubenden Näharbeiten kleine Helferlein zu bieten, beispielsweise der Reißverschlussfuß. Er läuft an den Reißverschlusszähnen entlang, so dass die Nadel näher am Reißverschluss geführt wird. Zuvor muss sie aber nach rechts oder links ausgerichtet werden, je nachdem, an welcher Seite der Reißverschluss eingenäht wird. Mit dem verdeckten Reißverschlussfuß lassen sich fast unsichtbar Reißverschlüsse einsetzen. Generell eignet sich der Reißverschlussfuß auch zum Herstellen und Anbringen von Paspel und Keder. Als Paspel wird ein schmaler, wulstiger Besatz an der Naht bezeichnet, wie man ihn oft an Trachtenjacken sieht. Keder sind runde Randverstärkungen, mit denen beispielsweise Autositze eingefasst werden. Mit dem Paspelfuß lassen sich dementsprechend auch Reißverschlüsse und Keder einnähen. Ebenso verhält es sich mit dem Kedernähfuß.

Auch für Knopflöcher gibt es den passenden Nähfuß

Der Knopflochfuß besitzt meist eine Zentimetereinteilung, um die exakte Länge des Knopfloches zu garantieren. Der Knopf wird anlegt, ausgemessen, die Länge eingestellt und schon können Sie mit Hilfe der Führung gleichmäßige Knopflöcher nähen. Die dazugehörigen Knöpfe lassen sich mit dem Knopfannähfuß ebenso einfach anfügen. Die Stichbreite wird auf den Abstand zwischen den Knopflöchern eingestellt und die Nähmaschine übernimmt den Rest. Durch Verwendung eines Schafts können auch Knöpfe mit Stiel angenäht werden. Falls Ihr Kleidungsstück jedoch keine Knöpfe benötigt und stattdessen ein Gummiband angebracht werden soll, eignet sich der Gummibandannähfuß für Bänder bis zu zwölf Millimetern. Dieser spezielle Nähfuß führt, spannt und näht das Gummiband in einem Arbeitsgang.

Schöne Dinge leicht gemacht

Ob Weihnachten, Geburtstage oder die Verschönerung der eigenen vier Wände, mit selbst genähten Kleinigkeiten kommt man immer gut an. Bestickte Kissen beispielsweise lassen sich mit dem Stickfuß herstellen. Dieser Nähfuß, der auch als "Quilt- und Stickfuß" bekannt ist, hebt und senkt sich mit der Nadel, so dass der Stoff zwischen den einzelnen Stichen bewegt werden kann. Der Stickfuß eignet sich um Sticken, Stopfen und mit Freihandführung zum Quilten. Besonders dicke Stoffe, mehrere Stofflagen, Leder oder Vinyl, lassen sich mit dem Stoffobertransportfuß besser bewegen. Die Führungszähnchen des oberen Transporteurs bewegen sich dabei im gleichen Tempo wie der untere Transporteur, so dass diese schwierigen Materialien leichter bearbeitet werden können. Der Applikationsfuß ermöglicht Applikationen auf verschiedenen Stoffen, wie leichter Baumwolle oder auch einem Quilt. Der Ziernahtfuß unterstützt Sie bei der Gestaltung von Ziernähten und einen ganz besonderen Effekt erzielen Sie zusätzlich mit dem Kräuselfuß. Er eignet sich zum Kräuseln von leichten bis mittelschweren Stoffen eignet.

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