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DIY-Lexikon: Mohair

Wissenswertes über das Luxusgarn Mohair

Mohair gehört zu den Edelhaaren und wird von Angoraziegen gewonnen. Mohair ist die leichteste Textilfaser natürlichen Ursprungs. Dadurch werden Kleidungsstücke herrlich leicht und sind sehr trageangenehm. Die hochwertigste Mohairwolle kommt aus der Türkei und aus Südafrika. Auch Mohairwolle aus Texas weist gute Qualitätsmerkmale auf. Die langstapelige, seidig glänzende Wolle kann sehr gut eingefärbt werden und ähnelt in ihrem Verhalten normaler Schafswolle. Mohair ist nicht nur für Oberbekleidung und zum Handarbeiten sehr beliebt, sondern findet auch Verwendung für diverse Heimtextilien. Decken und Kissen spenden angenehme Wärme und sind aufgrund ihres geringen Eigengewichts auch für Kinder und Kranke sehr angenehm. Kid-Mohair ist noch etwas feiner und leichter und vor allem für Lacetücher sehr beliebt.

So werden Stücke aus Mohair perfekt gepflegt

Mohair sollte niemals zu hohen Temperaturen beim Waschen ausgesetzt werden. Dann verliert die schöne Naturfaser nämlich ihren Glanz und verfilzt. Auch ein Einlaufen ist dann leider möglich. Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, ob eine Hand- oder Maschinenwäsche sinnvoller ist. Wenn Sie sich für die Handwäsche entscheiden, dann vermeiden Sie es bitte, an den Fasern zu zerren oder stark zu reiben. Weichen Sie Mohair in etwas kalter Waschlauge mit einem Wollwaschmittel ein und lassen Sie es mindestens eine halbe Stunde ruhen. Danach Mohair kalt ausspülen. Bitte nicht auswringen und nicht mit Wäscheklammern aufhängen. Drücken Sie beispielsweise einen Mohairpullover lieber sanft auf einem Frotteehandtuch aus und lassen Sie ihn liegend trocknen. So bleiben die Fasern in Form und leiern nicht aus.

Was Sie mit Mohair alles stricken und häkeln können

Mohair ist meist in recht dünnen Fäden gesponnen. Deshalb ist Mohair nicht zum Schnellstricken geeignet. Doch das geringe Eigengewicht und die schöne Optik machen den Zeitaufwand wett. Vor allem Mützen, Schals und Pullover werden sehr gerne aus Mohair gearbeitet. Stricken funktioniert mit Mohair übrigens besser als Häkeln, da die Wolle durch ihre abstehenden Fasern ein wenig schwergängig ist. Verarbeiten Sie Mohair nie mit einer zu geringen Nadelstärke, da sich ansonsten die feinen Fasern nicht so schön entfalten können. Über glatte Holznadeln gleitet der Faden besonders gut. Um Mohair und Kid-Mohair gut zu verstricken, sollte die Nadelstärke nie zu fein gewählt werden. Ein lockeres Maschenbild ist gewünscht und erleichtert die Handarbeit. Häkelnadeln sollten ebenfalls keine rauen Stellen aufweisen und lieber eine Nadelstärke größer gewählt werden.

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