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DIY-Lexikon: Merinowolle

Das perfekte Garn für funktionale, warme Kleidung und Accessoires: Merinowolle

Merinowolle bezeichnet besonders hochwertige rohe oder versponnene Fasern vom Merinoschaf. Der Begriff Merino kommt wahrscheinlich aus dem Spanischen und ist auf marokkanische Berber zurückzuführen, die im zwölften Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel siedelte. Die leichte, anschmiegsame Wolle stammt mittlerweile meistens von neuseeländischen Schafen. Aber auch in Australien, den USA, Spanien und sogar Deutschland werden Merinoschafe gezüchtet.

Elegantes Garn mit guten, thermischen Eigenschaften

Die weiche Wolle ist in unterschiedlichen Garnstärken erhältlich und eignet sich für rustikale, grobgestrickte Pullover oder luftige Lace-Tücher. Mischfasern, die mit Acryl versponnen werden, trocknen sehr schnell und sind in der Regel günstiger als reine Merinogarne. Besonders edel sind Kombinationen mit Kaschmir oder Seide, die sich für elegante Pullover, Kleider oder sogar sehr fein gestrickte Lingerie eignen. Merino dient außerdem häufig zur Herstellung hochwertiger Sportbekleidung, da die Naturfaser die Körpertemperatur sehr gut reguliert. Insbesondere Unterwäsche aus Merino schützt vor Überhitzung, hält den Körper angenehm warm und transportiert Feuchtigkeit nach außen. Einsatzgebiete sind beispielsweise Wintersportarten, Klettern, Wandern und Fahrrad fahren.

Robustes, weiches Garn für den Outdoor-Bereich und Kinderbekleidung

Merinowolle enthält das natürliche Wollfett Lanolin, das über eine antibakterielle Wirkung verfügt. Diese beugt in erster Linie der Geruchsbildung beim Schwitzen vor. Dementsprechend müssen Kleidungsstücke und Accessoires aus Lanolin nicht nach jedem Tragen gewaschen werden. Die weiche Naturfaser eignet sich auch hervorragend für Kinderbekleidung und für Menschen mit sensibler Haut, da sie weder kratzt, noch Allergien auslöst. Zudem ist das leichte Garn sehr strapazierfähig und verfilzt auch bei starker Beanspruchung nicht.

Tipps zum Verstricken und die richtige Pflege

Beachten Sie beim Verstricken von Merinogarnen, dass diese elastisch sind und sich beim Tragen dehnen. Machen Sie am besten eine Maschenprobe, um die richtige Nadelstärke und Maschenanzahl zu bestimmen. Zudem ist Merino ein sehr glattes Garn, das sich ein wenig rutschig anfühlt. Für besseren Halt beim Stricken eignen sich Holz- oder Bambusnadeln sehr gut, weil sie über eine rauere Oberfläche als Metallnadeln verfügen. Wollbekleidung, insbesondere handgestrickte Kleidungsstücke, Mützen oder Stirnbänder aus Merino sollten immer von Hand gewaschen werden, um unerwünschtem Einlaufen vorzubeugen. Mildes Waschmittel oder Shampoo und kaltes Wasser sorgen dafür, dass die Fasern lange schön bleiben. Anschließend müssen Pullover, Jacken oder Shirts liegend trocknen, damit sie sich nicht verziehen.

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