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DIY-Lexikon: Maschenprobe

Geduld lohnt sich: die Maschenprobe

Jede Strickerin kennt sie nur zu gut: die Maschenprobe. Für die meisten ist sie ein notwendiges Übel, wenn es darum geht, ein passgerechtes Strickstück zu arbeiten und auch wenn sich viele sträuben, sie anzuschlagen, erfüllt sie stets ihren Zweck.

"Wird schon passen" passt eben nicht – der Zweck einer Maschenprobe

Bei einer Maschenprobe handelt es sich um ein Probestrickstück, bei dem die Maschen- sowie Reihenzahl von 10 x 10 cm gemessen werden. Dieser gemessene Wert gibt Auskunft über Garnverbrauch, Nadelstärke sowie finale Abmessung der Strickarbeit. In der Regel wird eine Maschenprobe mit der auf der Garnbanderole angegebenen Nadelstärke glatt rechts in Form eines Quadrates gestrickt. Innerhalb diesen Quadrates werden dann sowohl 10 cm in der Höhe sowie in der Breite abgemessen. Weicht die gemessene Probe etwa stark von der angegebenen Maschenprobe auf der Banderole ab oder in der Anleitung, muss die Nadelstärke entsprechend variiert werden. Viele Strickerinnen fragen sich, warum eine Maschenprobe überhaupt nötig ist, wenn diese doch schon im Rahmen der Anleitung angegeben ist. Die liegt daran, dass etwa die Designerin der Anleitung einen vollkommen anderen Strickstil aufweisen kann. Daher muss die Festigkeit des Gestricks angepasst werden, ehe beispielsweise ein Strickpullover der Größe 36 viel zu groß oder gar zu klein ausfällt.

Geduld zahlt sich aus

Ist das neue Wunschprojekt erst einmal gefunden, wollen die meisten Strickerinnen direkt damit beginnen, jedoch sollte sich wirklich immer Zeit für eine Maschenprobe genommen werden. Diese sollte nicht nur gestrickt, sondern vielmehr auch gewaschen, gespannt und vollständig getrocknet werden. Nur so kann der tatsächliche Maschenwert ermittelt werden, da viele Garne ihre Fasern erst vollständig durch Waschen und Spannen entfalten können.

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