DIY-Lexikon DIY-Lexikon

DIY-Lexikon: Leder

Leder – das Naturprodukt für schöne Kleidung

Seit Beginn der Menschheitsgeschichte gehört Leder zu unseren ständigen Begleitern. Das Naturprodukt hat positive Eigenschaften, die nicht nur die Bekleidungsindustrie zu schätzen weiß. Es ist natürlich schön und zugleich äußerst strapazierfähig – ideal für Jacken, Schuhe, Sofas und vieles mehr.

Was genau ist Leder?

Leder ist ein Naturprodukt, das aus der Haut von Tieren gewonnen und durch den Prozess der Gerbung haltbar gemacht wird. Es besteht aus zwei Schichten – aus der glatten oberflächlichen Papillarschicht und aus der darunterliegenden festen Retikularschicht. Die Konservierung von Tierhaut hat eine lange Geschichte, doch erst im 19. Jahrhundert ermöglichte die entdeckte Chromgerbung die Industrialisierung der Lederherstellung. Heutzutage ist Leder in zig verschiedenen Arten mit diversen Oberflächen und in verschiedenen Farben erhältlich.

Die Eigenschaften von Leder

Die Eigenschaften von Leder ähneln denen der Haut. Es ist strapazierfähig, winddicht, atmungsaktiv, reißfest und langlebig. Außerdem ist Leder robust und dennoch elastisch. Abhängig von der Gerbung ist es entweder weich oder aber fest und kompakt. Darüber hinaus hat es einen faszinierenden Geruch und ein einzigartige Naturoptik. Aufgrund all dieser Eigenschaften ist Leder ein sehr kostbares Produkt. Es gilt als zeitlos, begehrenswert und natürlich schön.

Die Verwendung von Leder

Am häufigsten kommt Leder in der Bekleidungs- und Schuhindustrie zum Einsatz. Vor allem Jacken, Hosen, Gürtel und Schuhe werden daraus hergestellt. Doch auch andere Branchen greifen gerne auf die Tierhaut zurück. So sind zum Beispiel Taschen, Sitzmöbel, Autositzbezüge und Buchbindungen aus Leder sehr beliebt.

Hinweise zur Pflege

Jede Haut bedarf regelmäßiger Pflege, damit sie lange schön bleibt und ihre natürliche Schutzfunktion nicht verliert. Gleiches gilt auch für die Haut von Tieren – und das noch vor dem ersten Tragen. Jedes Lederbekleidungsstück sollten Sie vor der ersten Nutzung zunächst mit einem passenden Imprägniermittel einsprühen. Diese Maßnahme reduziert die Schmutzaufnahmefähigkeit des Materials und schützt vor Wasserflecken. Aus diesem Grund sollten Sie die Imprägnierung regelmäßig wiederholen. Doch testen Sie die Pflegeprodukte immer erst auf der Innenseite des Leders auf deren Verträglichkeit. Außerdem sollten Sie Leder vor starken Lichtquellen sowie Hitze schützen und es langfristig nicht in Plastiktüten aufbewahren.

Tipps zum Zuschneiden

Leder hat eine organische Laufrichtung, die quer zum Fell liegt. In diese Laufrichtung dehnt sich das Material intensiver aus als in die Längsrichtung. Deshalb sollten Sie Lederteile immer in gleicher Laufrichtung zuschneiden, auch wenn das unter Umständen mehr Material erfordert. Bei Veloursleder sollten Sie zusätzlich auch die Streichrichtung beachten. Diese sollte bei Schnittteilen stets von oben nach unten verlaufen.

Tipps zum Nähen

Da Leder ein widerstandsfähiges Material ist, kann es helfen, beim Nähen dünnes Papier unter den Maschinenfuß zu legen. Steppen Sie nun über das Papier und ziehen Sie es anschließend wieder ab. Wenn Sie dünnes Leder nähen, können Sie normale Nadeln mit einer Stärke von 80 – 90 nutzen. Erst bei der Verarbeitung von dickem Leder werden spezielle Nadeln notwendig. Einmal genäht, sollten Sie Leder nicht wieder auftrennen. Der Grund: Die kleinen Löcher bleiben im Material sichtbar.

Anzeige