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DIY-Lexikon: Kaschmir

Seidenweiches Luxusgarn: Kaschmir

Kaschmir bezeichnet Rohwolle und versponnene Fasern aus dem feinen Haar der Kaschmirziege. Die Hausziegen stammen ursprünglich aus dem gebirgigen Gebiet Kaschmir, das sich nordöstlich von Pakistan befindet. Die wichtigsten Erzeugerländer sind mittlerweile China, die Mongolei und der Iran. Für die Gewinnung der wertvollen Wolle werden die Haare übrigens nicht geschoren, sondern vorsichtig ausgekämmt und anschließend von Hand sortiert und gereinigt.

Eigenschaften und Qualität der edlen Fasern

Kaschmir wird als Edelwolle gehandelt und gehört zu den teuersten Naturfasern überhaupt. Das feine Unterhaar der Ziegen ist angenehm warm, weich und lässt sich zudem sehr gut färben. Kaschmirfasern werden oft zusammen mit Merinofasern oder Schurwolle gesponnen und als preiswertere Mischgarne angeboten. Produkte aus Kaschmir werden von den meisten Menschen sehr gut vertragen und lösen nur in Ausnahmefällen Allergien aus.

Perfekt geeignet für elegante Schals und feine Oberbekleidung

Klassiker aus Kaschmir sind natürlich farbenfrohe, seidige Schals, die Sie wahlweise stricken, häkeln oder weben können. Die leichte und griffige Textur der Naturfaser macht das Drapieren von Schals und Tüchern besonders einfach. Das reißfeste Garn eignet sich zudem sehr gut für die Herstellung feiner Pullover, Westen, Jacken und anderer wärmender Oberbekleidung.

Pflege der weichen Naturfaser

Das weiche Material ist sehr empfindlich und sollte kalt und von Hand mit einem milden Shampoo gewaschen werden. Falls Sie gerne in der Maschine waschen möchten, eignet sich ein spezielles Wollprogramm mit kaltem Wasser und niedriger Schleuderdrehzahl. Anschließend lassen Sie Ihre Strick- und Häkelteile liegend auf einem Handtuch trocknen. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und lagern Sie ihre Kleidung und Accessoires aus Kaschmir dunkel und nach Möglichkeit kühl.

Tipps zum Verstricken und Verhäkeln von Kaschmir

Kaschmirgarne sind ähnlich voluminös wie Alpaka, da sich die feinen Härchen nach der Verarbeitung aufrichten, und machen Ihr Strick- oder Häkelprojekt besonders anschmiegsam und kuschelig. Allerding verketten sich die Härchen sehr schnell und lassen sich beim Auftrennen nicht leicht voneinander lösen. Insbesondere bei komplizierten Lochmustern sollten Sie die Strickarbeit möglichst vorsichtig und langsam auftrennen, um das Garn nicht zu beschädigen. Wie alle seidigen Garne verarbeiten Sie Kaschmirgarne am besten mit hochwertigen Holznadeln, die für einen angenehmen Griff bei der Verarbeitung sorgen. Das edle Garn eignet sich übrigens gleichermaßen für glatt gestrickte Projekte und simple Häkelarbeiten, filigrane Lochmuster und elastische Rippen- und Bündchenmuster.

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