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DIY-Lexikon: Jeans (Jeansstoff)

Jeans - kreative Ideen rund um den Lieblingsstoff

Vom Worker-Outfit zum Fashion-Star – Jeansstoff hat eine unglaubliche Karriere hingelegt und jeden Trend überlebt. Kein Wunder, dass Jeansstoff die ideale Basis zur Verwirklichung spannender DIY-Projekte bildet. Wie Sie mit dem modischen Allrounder am besten umgehen und was Sie alles aus Jeansstoffen nähen können, erfahren Sie hier. Also ran an die Nähmaschine und persönliche Lieblingsstücke aus Jeans einfach selbernähen!

Ein Stoff mit Geschichte

Der fränkische Einwanderer Levi Strauss fertigte im 19. Jahrhundert funktionelle Arbeitshosen für Goldgräber. Auf der Suche nach einem robusten Stoff traf er auf einen Baumwollstoff mit Köperbindung, den 'Serge de Nîmes'. Aus der französischen Bezeichnung wurde kurz 'Denim' – der Rest ist Modegeschichte. Seine charakteristische Stoffstruktur erhält Jeansstoff durch einen mit Indigo gefärbten Kettfaden und einen ungefärbten Schussfaden in Köperbindung. Der natürliche Indigo-Farbstoff wird heute durch synthetische Substanzen ersetzt.

Unverwüstlich und individuell

Baumwolle bildet die Basis für Jeans. Die natürliche Faser ist atmungsaktiv und hautsympathisch. Der dicht gewebte Stoff garantiert Strapazierfähigkeit und Pflegeleichtigkeit. Waschungen von gebleicht bis Dunkelblau geben Jeansstoffen ihr typisches Aussehen. Destroyed-Effekte wie Risse und Löcher sowie Prints schenken Denim-Styles unterschiedliche Designs. Für Tragekomfort bei Kleidung im Slim Fit sorgt Stretch.

Mode und Accessoires aus Jeansstoff nähen

Beliebt und unkompliziert ist das Personalisieren von Kleidungsstücken aus Denim. Um Jeans mehr Individualität zu verleihen, benötigen Sie keine großen Nähkenntnisse. Für Destroyed-Effekte genügen Schleifpapier oder Bürste. Auch das Zweckentfremden ist eine gute Idee. Selbst Nähanfängerinnen gelingt das Applizieren von Gesäßtaschen oder Gürtelschlaufen an anderen Stellen auf dem Jeansstoff. Wenn Sie sich nur schweren Herzens von Ihrer Lieblingsjeans trennen können, nähen Sie aus ihr doch eine Umhängetasche oder ein Kissen. Schlampermäppchen oder Kosmetiktaschen eignen sich ebenfalls zum Upcycling alter Jeanshosen. Ihnen ist der Umgang mit Nadel und Faden vertraut? Dann nähen Sie aus Jeansstoffen Kleider, Maxiröcke oder Jumpsuits für coole Looks. Babyhosen oder Kleidchen aus Jeans sind schnell genäht und sehen süß aus. Einfach ein Schnittmuster herunterladen und los geht’s.

Tipps zum Zuschneiden und Nähen

Jeansstoffe laufen ein, deshalb müssen sie vor dem Zuschnitt gewaschen werden. Dunkle Jeans bluten oft aus, deshalb unbedingt separat waschen! Vor dem Zuschnitt wird Jeansstoff gebügelt. Materialien aus 100 Prozent Baumwolle bügeln Sie bei mittlerer oder hoher Bügeleinstellung, Stretchstoffe maximal bei mittlerer Hitze. Beachten Sie beim Zuschneiden den Fadenlauf. Er verläuft parallel zur Webkante. Zum Übertragen des Schnittmusters sind Kopierpapier und Kopierrädchen geeignet. Jeansnadeln in Stärke 90 und 100 empfehlen sich für dickere Jeansstoffe. Für leichte Qualitäten reichen 70er- oder 80er-Universalnadeln aus. Bei Hosen versäubern Sie die zusammengenähten Beininnennähte zusammen und bügeln sie zu einer Seite. Danach werden ca. 0,7 cm von der Naht festgesteppt.

Tipps für die richtige Pflege von Jeansstoffen

Denimstoffe aus 100 Prozent Baumwolle vertragen Waschtemperaturen bis 60 Grad und sind trocknergeeignet. Elastische Jeans-Qualitäten gehören nicht in den Trockner und vertragen maximal 40 Grad.

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