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DIY-Lexikon: Intarsientechnik

Intarsientechnik beim Stricken

Gestrickt wird schon seit dem Altertum, aber erst die Isländer haben diese typischen Pullover mit Intarsienmuster entwickelt. Das sind meist hellbeige, aber auch braune oder graue einfarbige Pullover, die eine vom Halsausschnitt bis über die Arme reichende, gemusterte Passe haben. Diese Strickkunst war die Haupteinnahmequelle der Inselbevölkerung und eine weitverbreitete Heimarbeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Neben diesen bekannten Mustern wurden auch schon damals aufwendigere Strickteile hergestellt. So gibt es im Isländer Fischereimuseum auch Pullover mit Rosen in bis zu sieben Farben.

Wofür man die Intarsienmuster verwendet

Man strickt Pullover und Jacken im Intarsienmuster, aber auch Decken werden daraus gefertigt. Ob nun nur einfache, andersfarbige Sterne oder ganze Szenen oder Landschaften eingestrickt werden, hängt vom Können und der Ausdauer der jeweiligen Strickerin ab.

Tipps und Tricks beim Stricken von Intarsien- und Jaquardmustern

Von einem Intarsienmuster spricht man bei größeren Mustern, wenn der Farbwechsel erst nach mehr als zehn Maschen gestrickt wird. Nach dem Farbwechsel sollten Sie die Fäden kreuzen, damit keine Löcher im Gestrick entstehen. Bei jedem Wechsel legen Sie den alten Faden über den Neuen, dann lassen Sie diesen alten Faden hängen. Jeder Farbwechsel wird mit einem eigenen Knäuel Wolle gestrickt. Deshalb müssen Sie sich vor dem Stricken einige Rollen Garn vorbereiten. Bei einem Norwegermuster wird ebenfalls nach einem Strickmuster gearbeitet. Da wird aber nicht jeder Farbwechsel mit einer eigenen Wolle gestrickt, sondern die gerade nicht benutzten Fäden werden auf der Rückseite der Strickarbeit als Spannfäden mitgeführt. Das macht die Strickarbeit sehr dick, steif und warm. Ein Intarsiengestrick dagegen ist viel leichter und anschmiegsamer.

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