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DIY-Lexikon: Häkelnadeln

So sehen Häkelnadeln aus

Die Optik von Häkelnadeln ist sehr unterschiedlich. Von schlichten Modellen aus Holz bis hin zu Hightech-Häkelnadeln aus besonderem Kunststoff ist alles dabei. Einfache Häkelnadeln bestehen lediglich aus einem Stab, der vorne leicht schmaler wird und in einen Haken übergeht. Einige Modelle besitzen spezielle Griffe, die das Häkeln erleichtern sollen. Diese können entweder rund oder flach sein und haben manchmal eine Softgrip-Beschichtung für den Komfort. Häufig wird der Griff aus Kunststoff gearbeitet, während die Nadel selbst aus Metall ist. Je nach Verwendungszweck können die verschiedenen Materialien Vorteile bringen.

Für jedes Projekt die richtigen Häkelnadeln

Häkelnadeln gibt es für viele verschiedene Techniken. Auch bei den Materialien können die Nutzer unter sehr vielen Möglichkeiten wählen. Zuerst einmal wird zwischen Häkelnadeln für das klassische Häkeln unterschieden. Diese gibt es von sehr fein bis sehr dick. Häkelnadeln für das tunesische Häkeln hingegen ähneln eher Stricknadeln, da das Gewebe wie beim Stricken auf den Nadeln bleibt. Die langen Häkelnadeln für diese Technik besitzen aber trotzdem den typischen Haken, der Häkelnadeln auszeichnet. Eine weitere Häkelart ist das Knocking. Hierbei handelt es sich um eine Mischform zwischen Häkeln und Stricken. Auch hier besitzt die Häkelnadel einen Haken. Eine Schnur, wie man sie von Rundstricknadeln kennt, nimmt das gearbeitete Gewebe auf. Beim sogenannten Broomstick werden die Maschen über ein dickes Rundholz geknüpft und abgehäkelt. Diese Variante sorgt zwischendurch für lockere Fallmaschen. Auch das Gabelhäkeln arbeitet nach dieser Methode.

Die Größen und Materialien von Häkelnadeln

Gängig sind die Größen von 0,75 mm bis hin zu 15 mm. Auch Zwischengrößen sind verfügbar. Die feinen Nadeln von 0,75 mm bis ungefähr 2,5 mm sind perfekt für feine Spitzenarbeiten. Wenn Sie Taschentücher umhäkeln wollen oder feine Spitzendeckchen herstellen möchten, dann sind diese Nadeln perfekt. Die mittleren Größen von 3,0 mm bis hin zu 5 mm sind für mittelfeine Wolle gedacht. Mit diesen Nadeln können Sie beispielsweise kleine Figuren, Babymode oder Dekoartikel häkeln. Ab der Stärke von 5,5 mm sind die Nadeln für dicke Wolle gedacht. Decken, Ponchos und Pullover entstehen so in relativ kurzer Zeit. Die ganz dicken Nadeln sind auch perfekt, um Teppiche aus Stoffstreifen zu häkeln.

Die unterschiedlichen Materialien sind von allem eine Frage der Vorliebe. Glatte Nadeln aus Acryl gleiten beispielsweise sehr gut durch grobe Wolle. Häkelnadeln aus Hölzern, wie Rosenholz, Ebenholz oder auch Bambus liegen angenehm warm in der Hand und sorgen dafür, dass diese sich nicht verkrampft. Sie sind außerdem sehr leicht. Metallnadeln sind vor allem für dünnes Garn ideal.

Tipps zur richtigen Häkelnadel

Wählen Sie die Häkelnadel in der richtigen Größe. Auf den meisten Wollknäuel sind Vorschläge angegeben. Wenn Sie besonders locker oder fest häkeln, kann es sein, dass Sie die Größe etwas nach oben oder unten korrigieren müssen. Testen Sie verschiedene Modelle, denn das Empfinden, wie die Häkelnadeln in der Hand liegen, ist sehr individuell. Achten Sie darauf, ob sich Ihre Hände verkrampfen. Dann brauchen Sie eine andere Variante.

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