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DIY-Lexikon: Flanell

Flanell – der weiche Stoff für warme Kleidung

Flanell ist ein hervorragendes Material für kühle Jahreszeiten. Bei niedrigen Temperaturen hält der Stoff sehr warm und ist trotzdem angenehm zu tragen. Dazu lässt sich Flanell leicht schneiden und nähen.

Was genau ist Flanell?

Flanell ist ein weiches Gewebe, das mechanisch aufgeraut wird. Prinzipiell gibt es zwei Arten: Baumwollflanell und Wollflanell. Zusätzlich mischen die Hersteller heutzutage oft Viskose und Mikrofasern bei. Wollflanelle sind meist aus Kammgarn oder Streichgarn und werden überwiegend als Körperbindung hergestellt. Anschließend wird der Stoff gewalkt, was so viel heißt wie verfilzt. Baumwollflanelle können hingegen sowohl leinwandbindig als auch köperbindig gewebt sein. Außerdem wird der Stoff geraut und nicht gewalkt. Dadurch entsteht ein kurzer, geschmirgelter Flor.

Die Eigenschaften von Flanell

Flanell ist ein weiches Material, dass sich sehr angenehm auf der Haut anfühlt. Der Stoff wird entweder ein- oder beidseitig angeraut, weshalb er recht dick und dennoch vergleichsweise leicht ist. Dazu ist Flanell wärmend, saugfähig, knitterarm, strapazierfähig und pflegeleicht. Erhältlich ist das Gewebe in vielen verschiedenen Farben und unzähligen Mustern. Vor allem Karo ist sehr beliebt. Hochwertiger Flanell ist langlebig, formstabil und farbecht.

Die Verwendung von Flanell

Besonders beliebt sind Hemden, Jacken und Herren-Anzüge aus Flanell. Berühmt wurde der Stoff vor allem als Berufshemd kanadischer Holzfäller. Doch das weiche, wärmende Material kommt immer häufiger auch für Heimtextilien zum Einsatz. So gibt es Schlafanzüge, Decken und Bettwäsche aus Flanell. Letztere ist auch unter der Bezeichnung Biber bekannt. Flanell aus Mikrofasern ist besonders für Allergiker geeignet.

Hinweise zur Pflege

Wie alle Baumwoll-Stoffe ist auch Flanell nicht hitzebeständig und sollte deshalb nur bei der vom Hersteller empfohlenen Temperatur gewaschen werden. Anderenfalls kann das Material schrumpfen. Nutzen Sie für die Wäsche immer ein Feinwaschmittel und geringe Schleudertouren. Die Verwendung des Trockners ist problemlos möglich, allerdings nur bei geringen Temperaturen (maximal 60 °C). Biberbettwäsche reinigen Sie am besten von links, damit sich keine Knötchen auf der Oberfläche bilden. Aus diesem Grund sollten Sie auch Flanell und Jeans nie zusammen in der Maschine waschen. Flanell aus 100 Prozent Wolle sollten Sie gar nicht in der maschinell reinigen. Entfernen Sie Flecken entweder vorsichtig mit der Hand oder nutzen Sie die chemische Reinigung.

Tipps zum Zuschneiden

Flanell lässt sich in der Regel leicht mit einer Schere zuschneiden. Allerdings ist es wichtig eine eventuell vorhandene Musterrichtung zu beachten. Legen Sie deshalb immer alle unteren Schnittkanten in gleicher Richtung auf den Stoff.

Tipps zum Nähen

Möchten Sie einen normal starken Flanell-Stoff nähen, nutzen Sie eine übliche Nadel in der Stärke 70 bis 80 und eine Stichlänge von 2 bis 3 mm. Bei einem dickeren Stoff erhöhen Sie sowohl die Nadelstärke als auch die Stichlänge ein klein wenig. Da Flanell nicht franst, reicht ein klassischer Versäuberungsstich aus.

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