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DIY-Lexikon: Filzen (Strickfilzen)

Filzen leicht gemacht: Strickfilzen

Filz ist ein textiles Material, das aus ineinander verketteten Fasern besteht. Für die Herstellung von Filz gibt es verschiedene Techniken. Sehr traditionell ist das Walken, das auch als Nassfilzen bezeichnet wird. Mithilfe von Druck, Dampf und Seife werden tierische Fasern bearbeitet, bis ein robustes, formstabiles Stück Textil entsteht. Eine weitere Methode ist das Trockenfilzen. Für diese Methode benötigen Sie spezielle Nadeln, die mit kleinen Widerhaken versehen sind. Zum Trockenfilzen können Sie auch Kunst- oder Pflanzenfasern verwenden. Beide Methoden eignen sich auch zur Herstellung dekorativer, textiler Skulpturen.

Strickfilzen

Eine besonders schnelle und einfache Methode, um schöne Accessoires aus Filz herzustellen, ist das Strickfilzen. Sie benötigen zur Herstellung eigener Projekte reine Schurwolle oder spezielle Wolle zum Strickfilzen. Wählen Sie flauschige, nach Möglichkeit locker gesponnene Garne aus, die Sie mit großen Nadeln verstricken. Stricken Sie Ihr Projekt glatt rechts oder glatt links, damit das Ergebnis besonders ebenmäßig wird. Anschließend waschen Sie das Strickstück bei 40 Grad in der Waschmaschine. Verwenden Sie Waschmittel und legen Sie nach Belieben einen Tennisball in die Waschtrommel. Die zusätzliche Reibung sorgt für ein besonders effektives Verfilzen.

Tipps und Tricks

Ihre Projekte verfilzen während des Waschvorgangs und sind nach dem Waschen circa 30 bis 40 Prozent kleiner. Zudem sind sie sehr robust und nicht elastisch. Besonders geeignete Projekte zum Strickfilzen sind Hausschuhe, Bettsocken, Taschen, Puppen, Haarschmuck oder Ketten. Natürlich können Sie auch Kleidung strickfilzen. Allerdings ist diese steifer und schwerer als herkömmliche Lodenbekleidung. Falls Ihre selbstgestrickten Projekte ausleiern oder verschleißen, stopfen Sie sie am besten mit einem Wollfaden und waschen sie anschließend in der Waschmaschine.

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